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Der Betrieb des Flughafens hat Auswirkungen auf die Umwelt. Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) kann in unterschiedlichem Maße dazu beitragen, Lärm, Treibhausgase, Energieverbrauch und Abfälle zu reduzieren sowie angrenzende Gewässer und die biologische Vielfalt zu schützen. Wo wir Einfluss nehmen können, verringern wir unsere Umweltbelastungen konsequent. Die FSG hat dazu den Umweltschutz als strategisches Unternehmensziel verankert. Unsere Umweltpolitik als Teil des fairport-Kodex gilt verbindlich für alle Mitarbeiter. Mit unserem nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) geprüften Umweltmanagementsystem steuern und verbessern wir unsere betrieblichen Umweltleistungen.

Alle Daten und Fakten zur Umweltarbeit der Flughafengesellschaft sowie unsere Ziele für die Zukunft gibt es im aktuellen Bericht. Er beinhaltet auch unsere Umwelterklärung, die nach den strengen Kriterien von EMAS geprüft ist.

Neu denken. Bericht 2016.

Wer es ganz genau wissen will, nimmt an einer "Umwelt am Airport"-Führung teil. Dort kann man hautnah miterleben, wie der Flughafen beim Lärm- und Klimaschutz oder mit seinem Energiemanagement aktiv ist.

Flughafenführungen

Bis 2050 klimaneutral

"Ihre Treibhausgasemissionen will die Flughafengesellschaft bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbieren. Bis 2050 soll der Flughafen Stuttgart klimaneutral betrieben werden."

Mit dem internationalen Klimaabkommen will die Weltgemeinschaft die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst sogar auf 1,5 Grad begrenzen. Der Flughafen Stuttgart sieht sich in der Verantwortung, seine CO2-Bilanz weiter zu verbessern, denn wie fast jedes Unternehmen verursacht auch der Airport-Betrieb Emissionen, die zum Klimawandel beitragen.

Zwei Reduktionsziele geben den Kurs am Flughafen Stuttgart in Sachen Klimaschutz vor: Ihre Treibhausgasemissionen will die Flughafengesellschaft bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbieren. Bis 2050 soll der Flughafen Stuttgart klimaneutral betrieben werden.

Das anspruchsvolle Vorhaben soll durch neue Effizienz- und Reduktionsprojekte auf dem eigenen Gelände umgesetzt werden. Um den Ausstoß von CO2 zu vermeiden und Energie zu sparen, vergrößert der Flughafen zum Beispiel kontinuierlich seine Elektro-Fahrzeugflotte und achtet als Bauherr auf einen hohen Standard bei der Energieeffizienz von Neubauten. Damit der Flughafen Stuttgart bis 2050 klimaneutral sein kann, muss sich technologisch aber noch etwas tun. Der Flughafen setzt darauf, dass die nächsten 30 Jahre Innovationen zum Beispiel für eine ergiebigere Energieproduktion in Solaranlagen und bessere Speichermöglichkeiten hervorbringen werden.

 

KLIMASCHUTZ & ENERGIE

Klimaschutz im Luftverkehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Flughafengesellschaft engagiert sich, wo sie kann und will den Landesairport bis 2050 sogar klimaneutral betreiben. Wir verbessern die Energieeffizienz unserer Anlagen, betreiben ein systematisches Energiemanagement und fördern emissionsarme Mobilität.

Umweltfreundlichen Strom produziert der Flughafen über Fotovoltaikanlagen auf dem Gelände. Im Jahr erzeugen die Solarpanels auf einer Fläche von rund 15.000 m² Energie. Davon wird etwa ein Drittel selbst genutzt und zwei Drittel ins öffentliche Netz eingespeist. Mithilfe des 2013 in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerkes wurden klimaschädliche Emissionen durch Energie- und Wärmeerzeugung um 23 Prozent reduziert. Ihren darüber hinaus zugekauften Strom bezieht die FSG zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

Ganz leise und abgasfrei sind auf dem Vorfeld die Fahrzeuge der Elektro-Flotte unterwegs. Die Bodenabfertigung möglichst umweltschonend zu gestalten, ist ein erklärtes Ziel des Flughafens. Passagiere und ihr Gepäck sollen ab 2018 nur noch mit Elektrofahrzeugen und damit völlig abgasfrei transportiert werden. An unseren Ladestationen tanken neben E-Passagierbussen und E-Gepäckschleppern auch batteriebetriebene Vans, Frachtschlepper, Förderbänder, und ein Highloader Strom. Fahrzeuge, für die es noch keinen Elektroantrieb gibt, fahren mit synthetischem Diesel. Dieser senkt die CO2- und Luftschadstoff-Emissionen im Vergleich zu fossilem Diesel erheblich.

Elektromobilität am Flughafen Stuttgart STR Elektro-Flotte Im Fokus: Intelligente Energiesysteme

Aktiv am Boden und in der Luft

In enger Kooperation mit den Airlines, den Groundhandling-Partnern und der Deutschen Flugsicherung optimiert der Flughafen Stuttgart Prozesse am Boden: Auf Basis des Programms Airport Collaborative Decision Making (A-CDM) werden die Rollzeiten der Flugzeuge auf ihrem Weg zur Start- und Landebahn verkürzt. Dadurch bleibt der Kraftstoffverbrauch am Boden so niedrig wie möglich. Im ersten Jahr der Umsetzung wurden so etwa 740 Tonnen CO2 eingespart.

Die durch den Flugverkehr verursachten Emissionen liegen nur bedingt im Einflussbereich der Geschäftstätigkeit eines Flughafenbetreibers. Die FSG fördert emissionsloses Fliegen durch Forschungsgelder. Im September 2016 hob so die HY4, das weltweit erste viersitzige Passagierflugzeug, das seine Energie ausschließlich aus einer Brennstoffzelle und Batterien bezieht und somit emissionsfrei fliegt, am Flughafen Stuttgart für seinen Erstflug ab.

Passagiere können die CO2-Emissionen Ihre Flugreisen am Flughafen über die gemeinnützige Organisation atmosfair kompensieren. Das Programm finanziert damit nach dem strengsten verfügbaren Standard zertifizierte Klimaschutzprojekte weltweit.

 

 

 

atmosfair am Flughafen Stuttgart HY4 - Emissionsfreies Fliegen Airport Collaborative Decision Making (A-CDM)

Airport Carbon Accreditation

Mit einem strukturierten Umweltmanagement und dem Einsatz neuer Technologien arbeiten wir gezielt darauf hin, die CO2-Emissionen am Boden und in der Luft zu reduzieren.  Bei der Airport Carbon Accreditation (ACA), eine vom Dachverband der europäischen Verkehrsflughäfen ACI Europe gestartete Klimaschutzinitiative, haben wir deswegen das Optimierungslevel erreicht. Das Programm zertifiziert das CO2-Management von Flughäfen in vier aufeinander aufbauenden Stufen: Mapping, Reduktion, Optimierung und Neutralität.

Airport Carbon Accreditation

UMWELT & RESSOURCEN

Unser Anspruch am Flughafen Stuttgart ist es, in Bezug auf Umweltschutz und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen nicht nur die rechtlichen Vorgaben zu erfüllen, sondern diese zu übertreffen. Durch umweltverträgliches Abfallmanagement, den Schutz der Gewässer und den Erhalt der Biodiversität auf dem Flughafengelände soll der ökologische Fußabdruck kontinuierlich verringert werden.

ENTSORGUNG UND RECYCLING

Abfall wollen wir möglichst vermeiden – daher haben wir schon beim Einkauf entsprechende Richtlinien. Wo dies nicht möglich ist, verwerteten wir den Abfall wieder, und dies seit Jahren auf einem hohen Niveau. Unsere Verwertungsquote liegt bei 99 Prozent. Sortiert wird der Abfall unter anderem im betriebseigenen Abfallwirtschaftszentrum (AWZ). Neben den eigenen Abfällen der FSG werden dort auch die der anderen Unternehmen auf dem Flughafengelände entsorgt. Rund 60 unterschiedliche Abfallsorten finden ihren Weg dorthin. Der Gummiabrieb, der bei Start und Landungen von Maschinen auf der Bahn zurückbleibt, geht in die thermische Verwertung und der bei Mäharbeiten anfallende Grünschnitt an die Biogasanlage in Leinfelden-Echterdingen.

GEWÄSSERSCHUTZ

Seit den 1990er Jahren hat die FSG über 120 Millionen Euro für den Schutz des Grundwassers und der öffentlichen Gewässer ausgegeben, deren Qualität sich stetig verbessert hat. Das Entwässerungssystem ist komplex: Insgesamt 3.900 Schächte und 250 Kilometer Kanäle leiten das Abwasser in verschiedene Klär- und Rückhaltebecken, wo es entsprechend weiterbehandelt wird. Ein so genannter Schwebebett-Reaktor sorgt dafür, dass sich der Kohlenstoffgehalt des anfallenden Enteisungsabwassers vermindert. Zum Schutz der Umwelt setzen wir chemische Enteisungsmittel erst dann ein, wenn sich Schnee und Eis nicht mechanisch beseitigen lassen. Als Anreiz für eine möglichst umweltfreundliche Enteisung der Flugzeuge führte der Flughafen Stuttgart ein Abwasserbehandlungsentgelt ein, welches sich an der Menge des eingesetzten Enteisungsmittels orientiert.

NACHHALTIGES BAUEN

Der Flughafen Stuttgart ist ein attraktiver Standort für Unternehmen. Bedarfsgerecht entwickelt die FSG seit vielen Jahren die Flächen für Büro- und Handelsimmobilien auf ihrem Gelände qualitativ weiter – und dies aus Platzgründen vor allem in die Höhe. Heute umfasst der gesamte Bestand etwa 550.000 m², die Parkhäuser mit eingerechnet. Das im Bau befindliche Businessquartier Stuttgart Airport City sorgt für zusätzliche Kapazitäten. Als bundesweit erste Flughafengesellschaft haben wir das gesamte Quartier nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) vorzertifizieren lassen. Neben technischen und wirtschaftlichen Faktoren legt die FSG bei allen Bauprojekten besonderen Wert auf ökologische und soziokulturelle Aspekte und bezieht diese von Anfang an in die Planung mit ein.

Stuttgart Airport City

BIODIVERSITÄT

Die Glatthafer- und Rotschwingelwiesen auf dem Flughafengelände bilden das größte zusammenhängende Trockenwiesenbiotop auf den Fildern und bieten rund 70 Pflanzenarten und zahlreichen Tieren ein Zuhause. Sie bedecken knapp die Hälfte des rund 400 Hektar großen Areals. Den Artenreichtum sichert die FSG durch ein spezielles Grünflächen-Management. Bei der jährlichen Analyse der Flughafenmahd durch Wissenschaftler der Universität Hohenheim zeigte sich bislang stets, dass das Gras unbelastet ist. Gleiches gilt für den Honig, den aktuell rund 600.000 Bienen östlich und westlich der Startbahn für Biomonitoring produzieren. Seit 2012 bescheinigt die Landesanstalt für Bienenkunde der FSG, dass der Airport-Betrieb die Honigqualität nicht negativ beeinflusst.

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