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Die Welt ist in Bewegung. Die Nachfrage der Menschen nach Mobilität steigt überall und verteilt sich auf alle Verkehrsträger – die Straße, die Schiene und die Luft. Auch der Flughafen Stuttgart ist aktuell gefragter denn je. 2018 nahmen die Passagierzahlen um 7,8 Prozent zu, bei den Flugbewegungen gab es ein Plus von 7,5 Prozent . Prognosen zufolge wird dieser Trend vorerst weiter anhalten.

An den deutschen Airports machte sich dieses Wachstum 2018 durch lange Warteschlangen, Ausfälle und Verspätungen negativ bemerkbar. Das System stieß spätestens in den Sommerferien in der Luft und am Boden an seine Grenzen. In der Konsequenz stockte die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) als Betreiberin des STR ihr Servicepersonal in den Terminals auf. Unterstützt durch digitale Systeme lenken diese Mitarbeiter die Passagierströme. Um den Fluggästen genügend Platz zu bieten, sieht die FSG außerdem Bedarf, die Fläche der Terminalgebäude zu erweitern. Im Alleingang kann der Landesairport die Zuverlässigkeit im Luftverkehr aber kaum verbessern. Um die Kapazitätsengpässe zu beheben, müssen alle Partner – das sind vor allem Flughafenbetreiber, Airlines, Flugsicherung, Bundespolizei und Politik – an einem Strang ziehen.

Der Nachfrage gerecht werden

Die Flughafengesellschaft verfolgt den öffentlichen Auftrag, eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas bestmöglich an die Welt anzuschließen. Ein breiter Mix an Fluggesellschaften mit einem ausgewogenen Streckenangebot sorgt dafür, dass global vernetzte Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Land wettbewerbsfähig bleiben und die Menschen mobil sind.

Die Passagiere des STR reisen aus den unterschiedlichsten Anlässen von und nach Stuttgart: Rund ein Drittel ist geschäftlich unterwegs, und 45 Prozent fliegen in den Urlaub. Weitere 23 Prozent besuchen Freunde und Familie, schließlich ist Baden-Württemberg schon seit vielen Jahrzehnten ein internationales Bundesland.

Mit über 11,8 Millionen Passagieren verzeichnete der Flughafen Stuttgart 2018 einen neuen Rekord. Das liegt unter anderem daran, dass es sich ein immer größerer Teil der Gesellschaft finanziell leisten kann, per Flugzeug zu verreisen. Das ist ein Zeichen für steigenden Wohlstand, liegt aber auch an den günstigen Ticketpreisen im Markt. Dem Verkehrszuwachs steht die Dringlichkeit entgegen, noch mehr für den Klimaschutz zu tun. Dass der Luftverkehr seinen Anteil an der Erderwärmung hat, ist unumstritten.

Alternativen Antrieben gehört die Zukunft

Der Flughafen Stuttgart sieht sich in der Verantwortung, seine CO2-Bilanz kontinuierlich zu verbessern. Bis 2050 will die FSG den Landesairport klimaneutral betreiben. Dieses Ziel kann sie direkt verfolgen, die Situation im Luftverkehr nur indirekt beeinflussen.

Die FSG ist davon überzeugt, dass synthetische, strombasierte Kraftstoffe und neue Antriebe den entscheidenden Beitrag für CO2-neutrale Flüge leisten werden. Sie setzt alle ihre Hebel in Bewegung, um den technologischen Fortschritt dahin gehend voranzutreiben. Mit seiner Innovationsförderung setzt der Flughafen Stuttgart bundesweit Maßstäbe. Ab Mitte 2019 verstärkt er mittels seiner Entgeltordnung die Anreize für Airlines, emissionsärmere und leisere Maschinen zu nutzen. Auch nachhaltig produziertes Kerosin ist keine reine Zukunftsmusik mehr. Den Einsatz solcher Treibstoffe bezuschusst die FSG von nun an. Flüssiger Kraftstoff, aus erneuerbarem Strom erzeugt, kann schon heute im sogenannten Power-to-Liquid-Verfahren hergestellt werden – bislang in geringem Umfang. Mit Forschungsgeldern fördert die FSG darüber hinaus die Arbeit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) e. V. und der Universität Ulm am elektrischen Fliegen. E-Passagierflugzeuge dürfen für ein Jahr kostenlos in Stuttgart starten und landen.

Noch wird es einige Zeit dauern, bis diese Innovationen zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sind. Um für nichtfossiles Fliegen die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, bedarf es einer industriepolitischen Strategie. Sie müsste zum Beispiel darauf abzielen, dass ausreichende Mengen an alternativem Kerosin nachhaltig produziert werden.

Nachhaltige Verkehrsentwicklung meistern

Der Luftverkehr nimmt zu – aktuell und voraussichtlich auch in Zukunft. Das stellt den Flughafen und die gesamte Branche vor Chancen und Herausforderungen. Es bedarf vielfältiger Lösungen und einer guten Zusammenarbeit aller Partner, damit mehr Passagiere zuverlässig transportiert werden können und das Flugzeug gleichzeitig seine Evolution zum emissionsfreien Verkehrsmittel fortsetzt. Was berücksichtigt werden muss, um Fliegen nachhaltig zu entwickeln, zeigt diese Grafik.