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Klimaziele und Dieselfahrverbote: Über die Zukunft des Individualverkehrs wird kontrovers diskutiert. Auch die Flughafen Stuttgart GmbH setzt sich mit diesem Thema schon seit vielen Jahren auseinander und testet umweltfreundliche Motorentechnologie auf ihrem Gelände. Seit 1991 ersetzt sie dort, wo es möglich ist, Dieselfahrzeuge durch strombetriebene Alternativen. Seit 2018 werden alle Passagierbusse und Gepäckschlepper CO2- und abgasfrei betrieben werden.

Es tragen aber nicht nur die Fahrzeuge der eigenen Flotte zum CO2-Fußabdruck des Airports bei – mehr als ein Drittel geht auf den An- und Abreiseverkehr von Flughafenbesuchern, Abholern und Beschäftigten zurück. Auf dem Weg zum klimaneutralen Flughafen möchte die FSG auch diese Emissionen verringern. Ende 2017 hat sie dafür 33 zusätzliche Ladepunkte für Elektroautos im öffentlichen Bereich des Flughafens installiert.

Einfach Ökostrom am Flughafen tanken

Der sichtbare Ausbau dieser Infrastruktur schafft einen Anreiz, umweltschonend und batteriebetrieben zum Airport zu fahren. Die FSG leistet so gleichzeitig einen Beitrag zum Aufbau eines flächendeckenden E-Ladenetzes in Baden-Württemberg und zur Entwicklung hin zu mehr E-Mobilität im Sinne der Verkehrswende. Die Fahrzeuge werden am Flughafen mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. So schöpfen sie ihr nachhaltiges Potenzial voll aus.

An sieben der nun insgesamt 48 Parkplätze für Elektroautos im öffentlichen Bereich gibt es hochmoderne Schnellladepunkte, an denen Autos mit entsprechender Konfiguration in unter einer Stunde Energie tanken – eine bewusste Investition in künftige Anforderungen. Gerade für Taxiunternehmen wird der Einsatz von Elektrofahrzeugen dadurch attraktiver, verkürzen sich die Standzeiten beim Ladevorgang doch signifikant. Die wachsende Elektro-Infrastruktur bedeutet für konventionelle Pkw allerdings weniger Parkfläche. Es bleibt zudem abzuwarten, wie schnell die neuen Stationen angenommen und entsprechend ausgelastet sein werden.

"Ich fahre meine Kunden im Taxi schon elektrisch und nutze die Schnellladesäulen des Flughafen Stuttgart regelmäßig."

Bismark Yeboah, Taxifahrer

Die Zukunft ist elektrisch

Elektrofahrzeuge können stabilisierend auf das Stromnetz wirken, indem sie während des Ladevorgangs wie Pufferspeicher Spitzen abfedern. Solche Peaks entstehen beispielsweise, wenn Solarzellen oder Windkraftanlagen viel Strom produzieren. Um erneuerbare Energiequellen mit schwankender Erzeugung und einen wachsenden Verbrauch durch Elektrofahrzeuge in Einklang zu bringen, sind intelligente Netze (Smart Grids) nötig. Diese Technologie wird bereits national wie international getestet, etwa mit dem ersten überregionalen Smart Grid „C/sells“. An dem Schaufensterprojekt der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen beteiligt sich auch der Flughafen Stuttgart.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat den Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladestationen im Jahr 2017 gefördert. Dieses Engagement zeigt: Für die Bundesrepublik wie für den Flughafen ist die Zukunft der Mobilität elektrisch. Mit dem Ausbau seiner Stromtankstellen etabliert sich der Airport als Verkehrsdrehscheibe für alternative Antriebe. Weitere E-Tankstellen und ein gezielter Ausbau des Schnellladenetzes sollen diesen Anspruch untermauern.

Zu finden sind die Elektro-Tankstellen auf dem Parkplatz P5 direkt vor dem Terminalgebäude, auf der Ebene 3 des Parkhauses P14 sowie im „Kiss & Ride“-Bereich des Stuttgart Airport Busterminals (SAB). An Gleichstromanschlüssen zum Schnellladen werden Fahrzeugbatterien, die diese Technologie unterstützen, mit einer Leistung von bis zu 150 Kilowatt schon während eines kurzen Stopps wieder befüllt.

Ausbau der Ladeinfrastruktur für Stromer

Als zentraler Verkehrsknotenpunkt in Baden-Württemberg hat der Flughafen Stuttgart ein vitales Interesse daran, Anreize für einen klimafreundlichen Individualverkehr zu setzen. Denn ohne eine flächendeckende Ladeinfrastruktur kommt die E-Mobilität nur schwer aus der Nische. Dabei geht der Airport voran in der Erwartung, dass die Vorteile aus der Verkehrswende mögliche Nachteile mehr als ausgleichen werden. In dieser Grafik ist zu sehen, wo mit positiven und negativen Effekten zu rechnen ist.