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Tipps für… eine Städtereise nach Sofia

Reisebloggerin Susi Maier nimmt euch mit in die Hauptstadt Bulgariens.


„Sofia ist keine Stadt auf den ersten Blick“, denke ich, während ich im Taxi auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt sitze und meinen Blick über die tristen Plattenbau-Wohnsilos schweifen lasse, die vor meinem Fenster vorbeiziehen. Doch ist es nicht genau das, was es spannend macht?
In der bulgarischen Hauptstadt treffen Relikte aus Sowjetzeiten auf prachtvolle klassizistische Bauten, Zarenstandbilder auf Überreste aus römischer Zeit, eine Moschee auf orthodoxe Kirchen aus dem Mittelalter. Über allem liegt der Charme des bröckelnden Putzes und des Glanzes vergangener Zeiten, denn Sofia ist eine der ältesten Städte Europas. Hoch über der Stadt thront schneebedeckt das über 2.000 Meter hohe Witoscha-Gebirge – der „Hausberg“ Sofias, den die Einheimischen jetzt im Winter zum Skifahren nutzen. In welcher europäischen Hauptstadt kann man das schon? Ein Städtetrip nach Sofia ist nicht nur relativ günstig, sondern auch voller Gegensätze und Überraschungen – egal, ob ihr im Winter zum Skifahren kommt oder eine wärmere Jahreszeit bevorzugt.

Generell spielt sich das Leben hier viel stärker auf der Straße ab als bei uns, daher gibt es viel zu kucken! Gepflasterte Gassen gesäumt von Altbauten, durch die alte Straßenbahnen fahren und der elegante Vitosha Boulevard mit seinen Cafés und Geschäften laden zu einem Bummel ein. Ein beliebter Treffpunkt ist auch das wunderschöne, klassizistische Nationaltheater Iwan Wasow mit seinen Wasserspielen und dem Stadtpark. Nehmt auf einer der Bänke Platz und beobachtet das Treiben!

Streetart: Sofias bunte Boxen

Ich liebe Streetart und halte auf meinen Reisen immer Ausschau danach. Auch in den Straßen Sofias gibt es einiges an Streetart zu entdecken! Besonders aufgefallen sind mir die knallbunt bemalten Stromkästen in der Tsar Ivan Shishman-Straße, in der ihr aber auch noch auf andere Streetart stoßen werdet. Unterschiedliche Künstler haben die Stromkasten-Kunst im Rahmen der Sofia Design Week 2011 geschaffen und die Stadt damit nicht nur um einiges bunter gemacht, sondern zu einer kleinen, alternativen Outdoor-Galerie umfunktioniert. Mittlerweile gibt es noch viel mehr der knallbunten Stromkästen in Sofia, zum Beispiel in der Rakovski-Straße. Haltet unterwegs einfach die Augen offen!

Die trendige Tsar Ivan Shishman-Straße

Die südlich der Alexander-Newski-Kathedrale gelegene Tsar Ivan Shishman-Straße ist nicht nur aufgrund ihrer Streetart und der bunt bemalten Stromkästen interessant, sondern gilt auch als alternatives Trendviertel. Hier findet ihr einige individuelle Läden und Cafés, Restaurants und Bars wie die One More Bar, die abends eine Bar und tagsüber ein gemütliches Café mit Biergarten im Hof ist. Nebenan gibt es leckeres Eis bei der Gelateria Naturale, tolle Suppen bei „Supa“ und bei „Skapto“ leckere Burger. Am unteren Ende der Straße könnt ihr im „Maison Second Hand“ shoppen, euch die wunderschöne Kirche Sveti Sedmochislenitski ansehen und euch dann in der „hummusbar“ oder in dem kleinen schnuckeligen Hinterhof-Restaurant „The Little Things“ stärken. Achtet auch auf die kuriosen kleinen Kioske, die teilweise halb im Keller liegen und auf Kniehöhe Waren verkaufen.

Nicht verpassen: die bulgarische Küche!

Ein Besuch in Sofia, ohne bulgarisches Essen zu probieren? Bitte nicht! Die bulgarische Küche ist leckere und deftige Mischung aus mediterranen und orientalischen Einflüssen. Fast immer gibt es Schopska-Salat, ein erfrischender Salat aus Gurken, Tomaten, Paprika und geriebenem Schafskäse. Beliebte Speisen sind gegrillter Fleisch, die kalte Gurkensuppe Tarator und die Bohnensuppe Bob Tschorba, aber auch gebackener Käse, gefüllte Teigtaschen oder verschiedene Tontopfgerichte gibt es. Dazu ein bulgarischer Wein und danach ein Rakia! Gut essen könnt ihr in Sofia zum Beispiel bei Moma Bulgarian Food and Wine, im gemütlichen, wie eine Wohnung eingerichteten Restaurant „Lavanda“ oder in der angesagten Raketa Rakia Bar.

Erkundungen im Zentrum

Im Zentrum von Sofia werdet ihr auf ganz viel Geschichte und beeindruckende Architektur aus unterschiedlichsten Epochen stoßen – von römischer Zeit und Mittelalter bis zur Sowjetzeit und Moderne. Schon von Weitem werden euch die leuchtend goldenen Kuppeldächer der Alexander-Newski-Kathedrale ins Auge stechen. Der monumentale Bau ist die wichtigste bulgarisch-orthodoxe Kirche der Stadt und das Wahrzeichen Sofias. Nicht nur von außen ist die Kathedrale beeindruckend: Innen ist sie üppig mit Fresken, Gold, Glasmalereien und Ikonen (bulgarischen Heiligenbildern) verziert. Spannend fand ich in Sofia auch die Protzbauten im Stil des Sozialistischen Klassizismus, zum Beispiel der Gebäudekomplex Largo mit dem früheren Parteigebäude der Kommunistischen Partei Bulgariens. Und als könnte der Kontrast nicht größer sein, ragen gleich dahinter Kuppel und Minarett der alten Banja-Baschi-Moschee in den Himmel.

Reisebloggerin Susi Maier von Black Dots White Spots: von Stuttgart hinaus in die Welt

„Reisen und ganz viel über die Welt lernen war immer mein Traum“, sagt Reisebloggerin Susi Maier von Black Dots White Spots, „dass das Reisen einmal mein Beruf werden könnte, hätte ich früher nicht geglaubt!“ Wenn es sie dann wieder in die Ferne zieht, beginnen ihre Reisen oft am Flughafen Stuttgart. Susi wird euch deshalb ab sofort jeden Monat an eines der über 120 Ziele ab dem Stuttgarter Flughafen führen. Reisetipps und -inspirationen inklusive.




14.02.2020

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