Sri Lanka: Wandern, Surfen und Kultur (Teil 2)

Neben Städtchen, Curries und Nationalparks kann man in Sri Lanka wunderbar Gipfel erklimmen, zwischen Teeplantagen spazieren gehen oder vielerlei Wasseraktivitäten testen. Im Norden des Landes lernt man besonders gut die Kultur des Landes kennen. Für alle ist etwas dabei – Familien, Backpacker und Entspannungsurlauber kommen auf ihre Kosten.  

Macht man eine Rundreise, wird man zwangsläufig einige hundert, teils sogar tausend Kilometer hinter sich bringen. Daher ist es gut, dass Reisen in Sri Lanka denkbar einfach ist: Möchte man es gemütlich, kann man mit privaten Taxis zu einigermaßen vernünftigen Preisen durch das gesamte Land fahren. Möchte man mehr Abenteuer und so günstig wie sonst nirgendwo reisen, nimmt man den Bus. Busse fahren in Sri Lanka durch das ganze Land, teils mit lauter, einheimischer Musik. Warten muss man im Normalfall nicht lang, Fahrpläne gibt es keine, aber an den großen Bushaltestellen wird gerne und schnell geholfen. Lange Fahrten sind sehr heiß und generell ist der Fahrstil eher abenteuerlich. Der Preis ist aber unschlagbar: Für rund 50 Cent kann man um die 100 km fahren – und lernt das Land noch besser kennen.

Für viele Reisende ist ein Stopp im Hochland fest eingeplant. Mit einer offenen Atmosphäre und gemütlichen Restaurants ist hier Ella einer der Hotspots. Auf 1000m Höhe sind die Berge grün und bei verschiedenen Wanderungen, die meist einen halben Tag brauchen, kann man die Natur und schöne Aussichten genießen. Früh aufstehen lohnt sich: Auch, wenn es nachts auf 10 Grad abkühlen kann, wird es tagsüber wie gewohnt heiß. Ein Muss ist auch eine Zugfahrt von oder nach Ella. Die blauen Züge schlängeln sich ihren Weg gemächlich durch die malerische Landschaft, viele Touristen nehmen die siebenstündige Zugfahrt bis in die Stadt Kandy auf sich. Wer nicht so lange im Zug sitzen möchte kann auch einen Tagesausflug machen: In Haputale gibt es eine Teefabrik und Spaziermöglichkeiten durch sattgrüne Teeplantagen.

Zwischen Städten und dem Meer
Die Stadt Kandy lohnt sich vor allem zu Zeiten der Perahera im August: Hier wird eines der wichtigsten Relikte des Buddhismus gefeiert. Der Zahn Buddhas wird dabei von Elefanten durch die ganze Stadt getragen. Die Feierlichkeiten gehen 10 Tage lang, täglich gibt es eine Parade. Lichtgeschmückte Elefanten ziehen dann mit Tänzern und Feuerkünstlern durch Straßen, jeden Tag gibt es eine neue Route. Am Ende der Feierlichkeiten bahnen sich an die 100 Elefanten ihren Weg durch die Menschenmassen.

Für viele geht es anschließend an die Küste. Im Osten gibt es dabei besonders viele lange Strände: Im Südosten ist der Surfspot Arugam Bay zu finden, in Passekudah teilt man sich den menschenleeren Strand nur mit vereinzelten Kühen und in Uppu- oder Nilaveli hat man touristische Restaurants, entspannende Strände und an guten Tagen klare Tauchspots mit Haien und Schildkröten nebeneinander. Von Uppuveli oder Nilaveli ist Trincomalee ein paar Fahrminuten entfernt. Vielen reicht ein Tag in der hektischen Stadt, doch das bunte Treiben mit vielen Läden, dem typisch einheimischen Markt und dem Tempel inmitten einer aktiven Militärbasis ist durchaus einen Besuch wert.

Die Geschichte Sri Lankas erkunden
Zuletzt bleibt das kulturelle Dreieck: Hier gibt es die Geschichte des Landes gleich an mehreren Stellen zu spüren, von Dambulla aus erreicht man alle Hotspots ohne Schwierigkeiten. In Dambulla selbst ist der beeindrucken Cave-Tempel zu finden. In fünf Höhlen stehen an die Hundert (Buddah-)Statuen. Ebenso spannend ist der Lion’s Rock in Sigiriya. Wer sich den überteuerten Eintritt sparen und zusätzlich spazieren gehen möchte, besteigt den gegenüberliegenden Pidurangala-Rock, der neben dem tollen Ausblick auf den Lion’s Rock noch eine 360-Grad-Aussicht auf die Umgebung bietet. Bei einer Fahrt zu Tempeln und Ruinen in Polonnaruwa trifft man gar nicht so selten wilde Elefanten.

 




23.10.2018

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