Hinter den Kulissen des Kinderfests

Immer am zweiten Sonntag im August strömen besonders viele Besucher zum Flughafen Stuttgart - und das nicht nur, um in den Urlaub zu fliegen. Das Große Kinderfest lockt mit jeder Menge Spiel und Spaß jedes Jahr bis zu 25.000 Besucher an. Heiß begehrt sind vor allem die Rundfahrten über das Vorfeld, bei denen die Gäste einen Blick hinter die Kulisse des Flughafens werfen können und die Flugzeuge zum Greifen nah sind. Viele tolle Gratis-Aktionen versprechen jedes Jahr aufs Neue einen spannenden Tag für die ganze Familie.

Damit so ein Fest am Airport stattfinden kann, erfordert es Planung bis ins letzte Detail. Hier komme nun ich ins Spiel: Mein Name ist Jennifer Franke und ich arbeite als Eventmanagerin in der Unternehmenskommunikation des Flughafens Stuttgart. Seit Februar 2018 bin ich Teil der Flughafen Stuttgart GmbH und durfte im vergangenen Monat gemeinsam mit unserer Event-Praktikantin mein erstes Kinderfest veranstalten.

Ein Flughafen ist keine typische Eventlocation, denn neben dem Fest darf der Flugbetrieb natürlich nicht gestört werden. Aus diesem Grund bedarf es einer genauen Abstimmung mit einer Vielzahl von Abteilungen am Flughafen. Genau diese Zusammenarbeit war für mich besonders spannend. So durfte ich bereits in meinen ersten acht Monaten am Airport viele interessante Personen und deren Bereiche kennenlernen.

Zum Thema Sicherheit erfordert es Absprachen mit der Landes- und Bundepolizei, der Feuerwehr sowie der Flughafenwache. Ausreichend Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass nichts schiefgeht. Um die reisenden Passagiere nicht zu behindern, findet das Kinderfest zum Großteil außerhalb des Terminals auf den Parkplätzen des Airports statt. Da es sich hier um einfache Parkflächen handelt, muss sichergestellt werden, dass ausreichend Strom und Wasser zur Verfügung stehen. So steht erst einmal eine Begehung mit den zuständigen Abteilungen an. Darüber hinaus werden noch viele weitere Fragen geklärt: Wo wird welche Attraktion platziert? Wie wird die Wegweisung vorgenommen? Wie reisen die Besucher an? Wo kann geparkt werden? Das ist nur ein Bruchteil der Dinge, die man vorab zu klären hat.

Wichtig ist auch die Kommunikation nach außen, damit die Familien von unserem Kinderfest erfahren. Das beginnt beim Schalten von Anzeigen, der Erstellung von Plakaten und Flyern bis hin zur Produktion eines Werbespots. Wir wurden für die Produktion des Radiospots zu Antenne 1 eingeladen, um die Aufnahme zu begleiten und uns für die entsprechenden Texte und Soundeffekte zu entscheiden. Am Ende durften wir als stille Zuhörer bei einer Live-Sendung mit dabei sein und uns ein wenig mit der Radio-Moderatorin austauschen.

Jedes Jahr werden aufs Neue passende Attraktionen zum jeweiligen Motto geplant. Dieses Jahr stand das Kinderfest unter dem Motto „Sei ein Superheld!“. Gemeinsam mit den Partnern aus der Region haben wir uns spannende Aktionen einfallen lassen: Vom Klettern im Hochseilgarten über das Fliegen in einer Aussichtsgondel bis hin zum Sprint im Ninja Warrior Parcours war alles für einen heldenhaften Tag mit dabei. Batman und Supergirl durften natürlich nicht fehlen!

Das Schönste an der Organisation eines Events ist, dass man am Veranstaltungstag erlebt, wofür man die letzten Monate gearbeitet hat: Die strahlenden Kinderaugen zu sehen, wenn sie zum Superhelden geschminkt werden, sie mit Polizeimütze ein Foto in einem echten Polizeiauto machen dürfen und einmal hoch hinaus auf dem Bungee-Trampolin springen können. Wenn der Veranstaltungstag zu Ende geht, die Besucher einen tollen Tag hatten und alles gut gelaufen ist, fällt die Anspannung langsam ab. Das ist das beste Gefühl nach monatelanger Arbeit.

Nun geht es für mich wieder an die Planung für das kommende Jahr, denn 2019 feiern wir zum 25. Mal das Große Kinderfest am Flughafen. Dafür werden wir uns ganz bestimmt etwas Besonderes einfallen lassen.




27.09.2018

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