Meine Ausbildung am Flughafen Stuttgart – Bewerbung und erste Wochen (Teil 1)

Mein Name ist Marie, ich bin 19 Jahre alt und absolviere meine Ausbildung am Stuttgarter Flughafen – nicht zur Servicekauffrau im Luftverkehr oder als Flugbegleiterin, und ich werde auch keine Pilotin. Mein Ausbildungsberuf heißt Kauffrau für Büromanagement, was sich für manche von euch vielleicht nach langweiliger Schreibtischarbeit anhört. In Wirklichkeit ist diese Ausbildung aber sehr vielseitig. Spannend wurde es schon, bevor ich meinen Ausbildungsplatz überhaupt hatte. Ich habe mich bei mehreren Unternehmen als  Kauffrau für Büromanagement beworben. Aber der Flughafen Stuttgart war nach dem Assessment-Center, bei dem ich war, meine erste Wahl. Ich werde oft gefragt, warum das so war, warum ich unbedingt am Flughafen Stuttgart meine Ausbildung machen wollte. Ich denke, es ist die Atmosphäre, die Freundlichkeit der Leute dort, das eindrucksvolle Gebäude, die Tatsache, dass unsere Ausbildung nicht nur in einer Abteilung stattfindet – oder vielleicht auch einfach alles zusammen.

Für die, die sich jetzt fragen, was ein Assessment-Center überhaupt ist: Bei einem Assessment-Center wird eine Gruppe von Bewerbern eingeladen und deren logisches Denken, die Aufmerksamkeit, das Auftreten und die Teamfähigkeit geprüft. Wir hatten zum Beispiel die Aufgabe uns vorzustellen und ein paar Dinge zu erzählen, die wir in unserer Freizeit machen oder was wir schon alles in unserem Leben erreicht haben. Eine Woche später ging es dann für die, die es in die nächste Runde geschafft hatten, an die Einzelgespräche. Und dann kam sie: Die Zusage für die Ausbildungsstelle am Flughafen ab dem 1. September 2017. So kam ich also am 1.9. in das SkyPort – das Verwaltungsgebäude des Flughafens und hatte 20 andere Azubis neben mir, die genauso aufgeregt waren wie ich. Wir wurden nicht sofort auf die einzelnen Abteilungen und Werkstätten verteilt, sondern haben eine Woche damit verbracht, uns gegenseitig und den Flughafen kennenzulernen. Denn wer dachte, die Terminals seien unübersichtlich und man könnte sich dort leicht verlaufen, so wie ich, war noch nie im SkyPort. Ich glaube ohne Hilfe würde ich heute noch hilflos durch die Gänge irren. Die Azubis aus den anderen Jahrgängen meinten zwar, wir würden uns bald zurechtfinden, aber auf dieses „bald“ warte ich immer noch 😉.

In der ersten Woche ging es nicht nur um's Telefonieren, Umgangsformen und Abrechnungen, sondern auch um das, was in den nächsten Wochen auf uns zukommen sollte. Da wir Auszubildenden zur Kauffrau für Büromanagement in den drei Jahren unserer Ausbildung zehn Abteilungen durchlaufen, hat jeder von uns einen Ablaufplan bekommen. Natürlich waren auch hier die Abteilungen nur mit den Abkürzungen gekennzeichnet, mit denen alle hier so gerne um sich werfen, an die man sich jedoch schnell gewöhnt. Mittlerweile habe ich schon bei fast allen Abkürzungen herausgefunden, welche Abteilung bzw. welcher Fachbereich dahinter steckt und nutze auch selbst nur noch diese. Langsam habe ich mich auch an die Arbeitszeiten gewöhnt, aber natürlich muss auch ich, wie jeder andere Azubi, zur Schule gehen. Ich habe keinen Blockunterricht.  Das heißt: Ich gehe ein bis zwei Tage in der Woche zur Schule und bin somit trotzdem den größten Teil der Woche im Büro. Ich nehme Anrufe an, erstelle Tabellen, überarbeite Übersichten, schreibe Angebote und E-Mails, mache Bestellungen und bin bei Besprechungen dabei. Ich aktualisiere veraltete Dokumente und Online-Inhalte und lerne jeden Tag etwas Neues dazu. Ich arbeite selbstständig, habe aber immer jemanden, der mir hilft, wenn ich keine Ahnung habe, was ich tun muss. Ich bin froh, dass ich mich für diesen Ausbildungsgang in diesem Unternehmen entschieden habe.




19.02.2018

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