Coronavirus - Hinweis für Passagiere:

Im internationalen und nationalen Flugverkehr kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen, es gilt das von der Europäischen Kommission beschlossene Einreiseverbot. Passagiere werden gebeten, vor Reiseantritt den Flugstatus und die aktuellen Reisebestimmungen zu prüfen sowie sich direkt an ihre Airline zu wenden. Ankommende Fluggäste sollen möglichst nicht am Airport abgeholt werden, sondern sich am besten direkt nach Hause begeben, um soziale Kontakte zu vermeiden. + Allgemeine Passagierinfo zum Coronavirus+

Eroberung eines Ausbildungsplatzes

Nun bin ich schon seit fast 7 Monaten am Flughafen Stuttgart und absolviere meine Ausbildung als Bürokaufmann. Anfangs machte ich mir Gedanken, wie Firmen reagieren, wenn sich ein Rollstuhlfahrer bei ihnen bewirbt. Ablehnen oder eine Chance geben? Nach vielen Absagen kam dann endlich eine erfreuliche Nachricht: Der Flughafen Stuttgart lud mich zum Eignungstest ein. Der 1. Schritt in die richtige Richtung.

Aufgeregt machte ich mich auf den Weg zum Eignungstest. Fragen wie „Werden mich die Leute komisch anschauen?“ oder: „Werden Sie mich trotz meiner Behinderung wie jeden anderen Bewerber behandeln?“ blieben zunächst offen. Endlich angekommen merkte ich sehr schnell, dass meine Sorgen unbegründet waren. Ich fühlte mich sofort wohl, und die Leute akzeptierten mich so, wie ich bin. Ich war sogar etwas „erfreut“, dass ich nicht der einzige bin, der im Rollstuhl sitzt.

Erleichtert aber trotzdem noch aufgeregt absolvierte ich den Eignungstest.

Wenige Tage darauf bekam ich dann endlich den lang ersehnten Anruf, der mir zunächst die Sprache verschlug … die 1. Hürde hatte ich geschafft. Nun zum 2. Schritt: dem Vorstellungsgespräch. Noch viel aufgeregter als beim Eignungstest begann ich das Vorstellungsgespräch. Doch diese Aufregung verflog sofort, da die anwesenden Mitarbeiter so freundlich und aufgeschlossen waren.

Nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit bekam ich schließlich den 2. Anruf. Ich konnte es nicht glauben: Das Bangen um einen Ausbildungsplatz hatte endlich ein Ende! Endlich hatte ich eine Lehrstelle gefunden!

Nun durchlaufe ich in meiner Ausbildungszeit viele spannende Abteilungen wie z.B. die Abteilungen Marketing, IT-Supportcenter, Immobilien, Buchhaltung, Personalabteilung, etc.. Wo auch immer ich bis jetzt war, akzeptierten mich die Mitarbeiter und behandelten mich auch so, wie jeden anderen Azubi, was ich auch gut finde. Trotz Handicap komm ich im Betrieb super zurecht. Das war auch ein Problem, das mir beim Bewerben durch den Kopf ging: Welche Betriebe sind behindertengerecht ausgestattet? Doch das ist hier am Flughafen gar kein Problem. Die Ausbildung macht mir richtig Spaß, und ich bin gespannt, was die nächsten Jahre noch auf mich zukommt.




05.04.2011

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