Pressemeldungen
27.07.2010
Halbzeit bei Fotoaktion:
20.000 Besucher informieren sich
Sonnenuntergang in Ägypten oder feiernde Urlauber bei einer Strandparty auf Mallorca – die Auswahl an möglichen Motiven bei der Ferien-Fotoaktion des Stuttgarter Flughafens ist riesengroß. Jetzt ist Halbzeit beim Wettbewerb www.deinurlaubsfoto.de. Nach vier Wochen Laufzeit haben sich bereits knapp 20.000 potentielle Teilnehmer über die Aktion informiert, die noch bis 22. August läuft. Dabei geht es darum, ein Urlaubsfoto hoch zu laden oder als MMS (0160 – 700 5555) zu schicken. Diese Fotos werden dann von allen Besuchern der Seite benotet. Unter den besten Fotos wird eine Jury Ende August die Gewinner ermitteln. Und die können sich freuen: Sofort im Anschluss an die Sommerferien geht es gleich wieder zum Feiern. Vom 4. bis 5. September fliegen die Hauptgewinner gemeinsam mit Freunden zu einer der angesagtesten Partylocations in Europa. Das Ziel wird dabei noch nicht verraten. Mit Beginn der Sommerferien und dem Knipsen der ersten Urlaubsfotos rechnet die Flughafen Stuttgart GmbH mit einem weiteren Besucherandrang auf den Seiten.
Die ersten Gewinner stehen auch schon fest: Unter denjenigen, die zu Beginn der Aktion am schnellsten ihre Stimme für ein Foto abgegeben haben, wurden 15 prall gefüllte Goody-Bags verlost. Die Bekanntgabe dieser Gewinner erfolgt ab Dienstag, 27.7. auf der Homepage der Aktion.
26.07.2010
Konzert auf der Besucherterrasse
Spielmannszug Leinfelden-Echterdingen tritt auf
Am Sonntag, 1. August 2010, tritt der Spielmannszug Leinfelden-Echterdingen von 12 bis 14 Uhr auf der Besucherterrasse des Flughafens Stuttgart auf. Passagiere und Ausflügler sind herzlich eingeladen, das Konzert mit Blick auf das Vorfeld zu genießen. Es gelten die üblichen Eintrittspreise für die Terrasse (Zugang über Terminal 3, Ebene 5). Zusätzlich findet an diesem Mittag eine Verlosung statt; der Hauptpreis ist ein Rundflug über Stuttgart.
Mehr Informationen zur Besucherterrasse unter www.albatros-flugmuseum.de.
23.07.2010
Erster Umweltbericht: FSG verpflichtet sich auf Programm
Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) veröffentlicht am heutigen Freitag, 23. Juli 2010, ihren ersten Umweltbericht. Das 40-seitige Dokument gibt Einblick in die Themen Lärm- und Klimaschutz, Energie- und Abfallmanagement, Grünflächen und Gewässerschutz. Die FSG macht Kennzahlen transparent und präsentiert ein Umweltprogramm. „Einen Flughafen zu betreiben bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen ein Tor zur Welt sein und ein Jobmotor bleiben, aber auch öffentlich dokumentieren, dass wir die Auswirkungen auf Nachbarn und Umwelt aktiv angehen“, sagt FSG-Geschäftsführer Walter Schoefer. „Seit vielen Jahren sind wir dabei, den Verbrauch zu reduzieren oder Abfall erst gar nicht entstehen zu lassen. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass Kosten eingespart werden“, so Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der FSG. „Der Umweltbericht dokumentiert unser bisher Geleistetes und legt Ziele für die Zukunft fest.“
Erstmals verpflichtet sich die FSG auf ein Klimaschutzziel. Die Flughafengesellschaft will die Kohlendioxidemissionen, die sie direkt beeinflussen kann, bis 2020 um 20 Prozent senken – auch bei dem erwarteten Verkehrswachstum. Basisjahr ist 2009, in dem die FSG durch eigenen Energiebedarf und Kraftstoffverbrauch 21.966 Tonnen CO2 produzierte. Ein neues Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kältekopplung auf dem Flughafengelände soll die Kohlendioxidbilanz unter anderem verbessern. Es ersetzt ab 2012 das bisherige Heizwerk Nord und spart im Vergleich bis zu 80 Prozent CO2 ein.
Insgesamt wird dem Flughafen Stuttgart gemäß dem international anerkannten Greenhouse-Gas-Protocol für das Jahr 2009 ein CO2-Ausstoß von 270.961 Tonnen zugerechnet. Darunter fallen zum Großteil Emissionen, deren Reduzierung die FSG nur indirekt steuern kann – etwa aus dem Start- und Landevorgang des Luftverkehrs. Doch auch hier übt die Flughafengesellschaft Einfluss: Ein Koordinator für den Flugbetrieb erarbeitet jetzt gemeinsam mit Airlines, der Deutschen Flugsicherung und der Aufsichtsbehörde emissionsärmere An- und Abflugverfahren. Zudem fördert die FSG weiter Forschungsarbeiten an Brennstoffzellentechnologien in Flugzeugen. 100.000 Euro kommen im Jahr 2010 dem Projekt Antares des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik zugute.
Beim Thema Lärmschutz will die FSG die Situation für die Anwohner weiter verbessern. Welche Flugzeuge besonders geräuscharm an- oder abfliegen und so zum Vorbild werden könnten für andere, wird ab diesem Jahr untersucht. Lärmabhängige Start- und Landeentgelte und weiterentwickelte Flugzeugtechnik haben den durchschnittlichen Dauerschallpegel in der Flughafenumgebung trotz höherem Verkehrsaufkommen bereits kontinuierlich sinken lassen: Betrug der Durchschnittswert der sechs verkehrsreichsten Monate des Jahres 1994 (5,5 Mio. Fluggäste/Jahr) noch 58 Dezibel, waren es im Rekordjahr 2007 (10,3 Mio. Fluggäste/Jahr) 53,5 Dezibel.
Über 120 Millionen Euro hat die FSG seit den 1990er Jahren für den Gewässerschutz ausgegeben. Um das Abwasser-Management weiter zu optimieren, investiert die Flughafengesellschaft ab diesem Jahr weitere rund 750.000 Euro unter anderem in eine noch differenziertere Trennung der Abwasserarten. So sollen die Speicherbecken entlastet werden.
Die FSG will in ihre Umweltarbeit ab jetzt regelmäßig Einblick geben. Kennzahlen und Umweltprogramm sollen jährlich auf der Website des Flughafens aktualisiert werden, ein ausführlicher Umweltbericht alle drei Jahre erscheinen.
22.07.2010
Hochbetrieb zu Ferienbeginn
Rund 200.000 Fluggäste erwartet
Zum Beginn der Sommerferien am Donnerstag, 29. Juli 2010, erwartet der Flughafen Stuttgart mehr Betrieb in den Terminals und auf dem Vorfeld. Erfahrungsgemäß treten viele Fluggäste ihre Urlaubsreise gleich am ersten Ferientag an. Nach vorläufigen Planungen ist gleich der Donnerstag mit 350 geplanten Starts und Landungen der stärkste Tag. Der darauffolgende Freitag, 30. Juli, ist mit 344 geplanten Flugbewegungen fast gleich stark. In den ersten Ferientagen werden etwa 200.000 Fluggäste am Airport erwartet. Die Tendenz zum Einsatz größeren Fluggeräts setzt sich fort, so dass mit insgesamt weniger Flugbewegungen mehr Passagiere ihre Reise starten.
Bis zum Ende der Sommerferien Mitte September erwartet die Flughafengesellschaft rund 1,5 Mio. Fluggäste. Die Rangliste der populärsten Urlaubsziele führen wie schon im Vorjahr unverändert Palma de Mallorca und Antalya an. Heraklion auf Kreta und Hurghada am Roten Meer setzen die Liste der beliebtesten Ziele fort, dicht gefolgt vom Klassiker Ibiza – bei allen Zielen ist Sonne und Wärme für die Urlauber garantiert.
Pünktlich zum Ferienbeginn hat der Flughafen Stuttgart eine neue Web-Cam freigeschaltet (www.flughafen-stuttgart.de > Reisende und Besucher > Faszination Flughafen). Mit ihr sind die Flugzeuge auf dem Vorfeld live zu beobachten. Damit sind jetzt insgesamt fünf Kameras in Betrieb, weitere sind in Planung.
Damit die Ferien entspannt beginnen, sollten Passagiere und Zubringer einige Tipps beachten. Für Anfahrt und Check-in sollte ein ausreichender Zeitpuffer eingeplant werden – besonders wenn viel Gepäck oder auch extra Sperrgepäck aufzugeben ist. Viele Airlines bieten für Flüge, die am Folgetag vor 12 Uhr starten, einen Vorabend-Check-in an. Welche dies sind, ist auf der Website des Flughafens unter www.stuttgart-airport.com unter der Rubrik Reisende und Besucher / Reiseplanung / Fluggesellschaften abrufbar.
Die Vorschriften für Handgepäck sind unverändert gültig. Getränke und Flüssigkeiten wie Deos, Lotionen und manche Kosmetika sind im Handgepäck nur erlaubt, wenn das Behältnis höchstens 100 ml fasst. Fluggäste müssen diese Dinge in einem wieder verschließbaren 1-Liter-Klarsichtbeutel an der Kontrolle vorlegen. Passende Beutel können direkt vor der Kontrolle für einen Euro aus Automaten gezogen werden. Alles, was nach der Sicherheitskontrolle in den Travel Value- oder Duty Free Shops gekauft wird, ist bereits kontrolliert und darf in die Flugzeugkabine mitgenommen werden.
Wenn an der Sicherheitskontrolle noch etwas beanstandet wird, kann man die unzulässigen Besitztümer kostenlos entsorgen oder gegen fünf Euro Gebühr bis zu sechs Wochen auf der Wache des Flughafens neben dem Terminal 1 aufbewahren lassen.
Wer in letzter Minute noch etwas für die Reiseapotheke benötigt, kann sich bei der AeroAtoll-Apotheke im Terminal 1 noch eindecken. Im Airport Medical Center im Terminal 1 / Anhang West gibt es nach Anmeldung zu den vorgegebenen Sprechzeiten Auskunft zu Fragen der Tauch-, Reise- und Verkehrsmedizin (Tel. 0711 933 158 72, www.filderpraxis.de).
Informationen über Parkmöglichkeiten für Urlauber, Vorabend-Check-in sowie An- und Abflüge gibt es im Internet unter www.stuttgart-airport.com oder im Videotext von Südwest 3 ab Tafel 570.
Auch für alle, die nicht wegfliegen, ist der Flughafen ein prima Ausflugsziel. Während der Ferien sind die Flughafenführungen offen für jedermann, nicht nur für geschlossene Gruppen. Die Sommerferientouren finden jeden Samstag und Sonntag um 11 Uhr statt, Erwachsene bezahlen 7 Euro, Kinder 3,50 Euro. Anmeldung dazu ist erforderlich immer dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr unter Tel. 0711 – 948 2326.
14.07.2010
1. Halbjahr: Vulkanasche
bringt Passagierminus
Der Flughafen Stuttgart meldet für das erste Halbjahr des Jahres ein Minus von 2,1 Prozent bei den Fluggästen. Wichtigste Ursachen hierfür waren vor allem der Vulkanausbruch in Island und Streiks bei Luftfahrtunternehmen. „Die Aschewolke hat unsere Aufwärtsbewegung buchstäblich gestoppt“, sagte Geschäftsführer Prof. Georg Fundel anlässlich der Bekanntgabe der Halbjahresbilanz. Die mittelfristige Tendenz geht weiter nach oben: Im Mai und Juni gab es mit jeweils 3,3 und 2,0 Prozent wieder ein Wachstum. „Allerdings haben wir im Südwesten einen deutlichen Nachholbedarf. In anderen Regionen Deutschlands sind die Zahlen deutlich positiver“, so Fundel weiter. Ebenfalls einen Rückgang für die ersten sechs Monate gibt es bei den Flugbewegungen (- 6,6 %). Dies beruht laut Fundel jedoch auf der Tatsache, dass die Fluggesellschaften derzeit verstärkt kleinere gegen größere Flugzeuge austauschen.
Der Trend zu größerem Fluggerät beeinflusst auch die weiteren Pläne des Flughafens. Hinsichtlich der geplanten Westerweiterung des Flughafens sagte Geschäftsführer Walter Schoefer, dass die Vorarbeiten weit fortgeschritten seien. Auf insgesamt 19 Hektar zusätzlichem Gelände sollen Parkpositionen für Flugzeuge und weitere Betriebsgebäude entstehen (z.B. für Catering, für Abfertigungsgerät und Winterdienstfahrzeuge) sowie durch die notwendige Vorfeldneuordnung verdrängte Anlagen neu gebaut werden. Zwar ginge in den letzten zwei Jahren krisenbedingt die Anzahl der in Stuttgart über Nacht abgestellten Flugzeuge zurück, was die Situation auf dem bestehenden Vorfeld zunächst einmal zu entspannen scheint. Dagegen laufe aber die Entwicklung, dass die Airlines vermehrt auf größere Flugzeugtypen umsteigen. Schoefer: „Dies ist einerseits gut für unsere Anwohner, weil mit weniger Flügen mehr Passagiere befördert werden. Das bedeutet weniger Fluglärm. Allerdings passt die Größe unserer Parkpositionen immer weniger zum Flottenmix, die vorhandenen Parkpositionen sind für die jetzt verstärkt verkehrenden größeren Flugzeuge teilweise zu klein. Deshalb beobachten wir diese Entwicklung sehr aufmerksam, weil sich mit der mittelfristig erwarteten erneuten Zunahme bei den Bewegungen diese Situation wieder zuspitzen wird. “
Walter Schoefer weiter: „Wir werden in den kommenden Monaten verfolgen, wie stabil diese Tendenz ist und dann handeln. Dies hat den Vorteil, dass wir die Westerweiterung und unser zweites großes Projekt ETHOS parallel vorantreiben können und so erhebliche Kosten sparen werden.“ Beide Projekte zusammen haben ein Kostenvolumen von über 100 Millionen Euro. Mit ETHOS (Erneuerung Thermische Prozesse) soll die Fernwärmeversorgung des Flughafens grundlegend verbessert werden: Ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kältekopplung wird ab 2012 das bisherige Heizwerk Nord ersetzen. Die Wärmeverteilung wird dabei von Dampf auf Heißwasser umgestellt. ETHOS soll im Vergleich zum aktuellen Heizwerk 80 Prozent klimaschädigende Emissionen einsparen, was rund 4.800 Tonnen CO2 entspricht.
Deutliche Kritik äußert Georg Fundel an der durch die Bundesregierung geplanten Luftverkehrsabgabe, die ab kommenden Jahr 1 Milliarde Euro in die Staatskassen fließen lassen soll: „Dies trifft einen Wirtschaftszweig, der gerade die schlimmste Krise seit Bestehen der Luftfahrt zu bewältigen hat. Hier wird eine Branche geschädigt, die anders als andere Wirtschaftszweige sämtliche Krisen der jüngeren Vergangenheit ohne Subventionen aus eigener Kraft geschultert hat.“ Leidtragende, so Fundel, seien vor allem grenznahe Flughäfen wie Baden Airpark und Friedrichshafen. „Die Konkurrenz in Ausland freut sich. Der Luftverkehr ist mobil – der Luftverkehrsstandort Deutschland nicht. Falls die Abgabe kommt, dann wird es Fluggesellschaften geben, die ihre Standortpolitik überprüfen werden. Wo möglich, werden sie preiswertere Flughäfen im Ausland nutzen. Dorthin wandern dann auch Steueraufkommen und Arbeitsplätze. “


