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Projekte

Neubau der Deutschlandzentrale von Ernst & Young

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Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat sich 2010 entschieden, ihre Unternehmenszentrale Deutschland von Stuttgart-Weilimdorf an den Flughafen Stuttgart zu verlegen. Dies ist ein erster und wichtiger Schritt in Richtung einer Airport-City, wie sie sich in den langfristigen Überlegungen des Masterplans der Flughafengesellschaft niederschlägt. Für Ernst & Young ist die Verkehrsanbindung mit Airport, Autobahn und dem geplanten Bahnanschluss im Rahmen des Projekts Stuttgart-Ulm optimal. Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) wird den Neubau des Bürogebäudes mit rund 1.500 Arbeitsplätzen nach Entwürfen des Berliner Architektenbüros Hascher + Jehle auf der Fläche des Parkhauses P 10 gegenüber dem alten Frachthof erstellen. Die FSG investiert für den Neubau über 100 Mio. Euro. Das Gebäude umfasst circa 40.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Der Baubeginn ist für 2013 vorgesehen, die Übergabe an Ernst & Young im Jahr 2015. Für die Erstellung des Bürogebäudes für Ernst & Young muss das Parkhaus P 10 abgerissen werden. Als Ersatz für die rund 2.000 Stellplätze wird ein Parkhaus auf dem Gelände des alten Frachthofes gebaut, das bereits Ende 2011 freigemacht wurde.

Entwurf von Hascher + Jehle Planungsgesellschaft GmbH, Berlin

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Das Gebäude präsentiert sich als ineinandergreifender Baukörper mit unterschiedlichen Höhen als Gegenpol zur linearen, längsgestreckten Parkhausbrücke. Die Gebäudestruktur der beiden Hauptkörper erscheint in Form einer liegenden Acht mit zwei großen Innenhöfen. Der separat erschlossene Nebenbaukörper ermöglicht eine unabhängige Nutzung als Konferenzkomplex.

54.608 m² BGF (gesamt), 194.341 m³ BRI (gesamt), 9 Geschosse, geometrisch klare und einfache Abwicklung der Fassade. Transparente Fassadenflächen, geschlossene Fläche bei eingesetzten Öffnungsflügel, außen liegender Sonnenschutz. In die Fassade integrierte Lüftungskanäle.

Neues Blockheizkraftwerk in Betrieb

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Seit Ende 2013 ist das neue erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung in Betrieb. Der Flughafen hat für das Projekt rund 12,5 Mio. Euro investiert. Zusammen mit der Erneuerung des Fernwärmenetzes auf dem Airportgelände schafft es die Basis für eine deutlich gesteigerte Energieeffizienz. Die neue BHKW erzeugt Strom für umgerechnet etwa 4.000 Vier-Personen-Haushalte und spart jährlich etwa 4.800 Tonnen CO2 ein. So kann die Flughafengesellschaft ihr selbstgesetztes Ziel erreichen, bis zum Jahr 2020 dann 20 Prozent der selbst beeinflussbaren CO2-Emissionen auf der Basis von 2009 zu reduzieren.

Stuttgart Airport Busterminal (SAB)

Bus und Autos

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Ab 2013 entsteht auf dem Gelände des alten Frachthofes ein neues Parkhaus, in das der Fernomnibusbahnhof der Landeshauptstadt integriert wird. Für den Neubau des Parkhauses mit rund 1.600 Stellplätzen und das Busterminal investiert die FSG über 30 Mio. Euro. Das neue Stuttgart Airport Busterminal soll 2015 in Betrieb gehen. 

Bahnprojekt Stuttgart – Ulm

S-Bahn Flughafen/Messe

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Von dem vorgesehenen Bahn-Halt am Flughafen erwartet die Flughafen Stuttgart GmbH nach Erhebungen der Intraplan Consult GmbH bis zu 1,2 Mio. mehr Fluggäste für den Landesflughafen. Das ermöglicht in Folge über 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze auf dem Gelände des Airports. Die Flughafengesellschaft unterstützt deshalb das Projekt, das eine enorme Standortverbesserung für die gesamte Filderregion bedeutet. Der Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz vergrößert nicht nur den Einzugsbereich des Flughafens, er verbessert auch entscheidend die Erreichbarkeit aus der Fläche, insbesondere im Regionalverkehr. Die Flughafengesellschaft investiert insgesamt 359 Mio. Euro in das Vorhaben; davon sind 339,4 Mio. Euro Finanzierungszuschüsse für die DB Netz AG, während 19,6 Mio. Euro für den Umbau eigener Anlagen dienen. So wurden die baulichen Voraussetzungen für den ICE-Bahnhof bereits bei der Planung von Terminal 3 und der Neuen Landesmesse berücksichtigt.

Kerosinpipeline in Planung

Betankung

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Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) plant den Bau einer Verbindungspipeline zum zentraleuropäischen Pipelinesystem. Sie soll ab 2017 eine sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Kerosinversorgung gewährleisten.

Zu den zentralen Aufgaben der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) gehört es, die Infrastruktur für die Betankung der in Stuttgart startenden Flugzeuge bereitzustellen. Daher befindet sich auf dem Flughafengelände ein Tanklager, das maximal 4.500 m³ Kerosin fasst. Der Treibstoff dafür wird aktuell größtenteils per Lkw geliefert und stammt vom Tanklager in Heilbronn. Dieses wird Ende 2017 geschlossen. Die FSG nimmt dies zum Anlass, für die Zukunft andere Transportwege als die Straße zu erschließen. Die zukunftsweisendste Alternative besteht in der Anbindung des Stuttgarter Flughafens an das bestehende zentraleuropäische Pipelinenetz. Dazu erforderlich ist der Bau einer eigenen Verbindungspipeline. Der Transport des Kerosins darüber gilt als sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung. Wie jedes größere Infrastrukturvorhaben in Deutschland setzt auch der Bau der Verbindungspipeline ein umfassendes Genehmigungsverfahren durch die zuständigen Behörden voraus. Dieses wollen wir mit einer eigenen Website begleiten und die Öffentlichkeit transparent über das Bauvorhaben informieren.