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Umwelt

Ökologisch verträglich

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Der Betrieb eines Flughafens hat Auswirkungen auf die Umwelt. Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) kann in unterschiedlichem Maße dazu beitragen, Lärm, Treibhausgase, Energieverbrauch und Abfälle zu reduzieren sowie angrenzende Gewässer und die biologische Vielfalt zu schützen. Wo wir Einfluss nehmen können, verringern wir unsere Umweltbelastungen konsequent. Die FSG hat dazu den Umweltschutz als strategisches Unternehmensziel verankert. Unsere Umweltpolitik gilt verbindlich für alle Mitarbeiter. Mit dem neuen, nach EMAS geprüften Umweltmanagementsystem steuern und verbessern wir unsere betrieblichen Umweltleistungen. Durch strategische Entscheidungen und technische Lösungen haben wir dabei in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht. Was wir uns für die Zukunft vornehmen, dokumentieren wir in unserem fairport-Programm.

Einen Überblick über die verschiedenen Umweltthemen, die den Flughafen Stuttgart betreffen, verschafft der Bildungsparcours fairport STR interessierten Besuchern an verschiedenen, frei zugänglichen Ausstellungsstandorten auf dem Flughafengelände. Wer genauer wissen möchte, wie sich die FSG für Lärm- und Klimaschutz oder beim Energiemanagement engagiert, kann bei einer Flughafenführung zum Thema "Umwelt am Airport" einen Blick hinter die Kulissen werfen. Alle Daten und Fakten zur Umweltarbeit der FSG finden sich im Nachhaltigkeitsbericht 2013, der auch unsere Umwelterklärung 2014 nach EMAS umfasst.

Sollten Sie Fragen zu den Umweltprojekten des Flughafen Stuttgart haben, dann schreiben Sie eine E-Mail an umwelt@stuttgart-airport.com.

Lärmschutz

02 Laermschutz

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Flugzeuge starten und landen selbst 2014 noch nicht geräuschlos – auch wenn die durchschnittliche Lärmbelastung rund um den Stuttgarter Flughafen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken ist. Das zeigen unsere regelmäßigen Messungen, die wir 1969 als erster deutscher Flughafen einführten. Die FSG engagiert sich dafür, die Lärmbelastung für Anwohner so gering wie möglich zu halten. Für die Zeit zwischen 23 und 6 Uhr gelten besondere Nachtflugbeschränkungen. Mit lärmabhängigen Start- und Landeentgelten regen wir bereits seit den 1970er Jahren Airlines dazu an, möglichst geräuscharme Maschinen einzusetzen. Seit dem 1. Januar 2014 gilt eine neue Entgeltordnung, die 2013 vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg für den Flughafen Stuttgart genehmigt wurde. Die Neuerung besteht in einer differenzierteren Unterteilung von bisher 6 in 12 Lärmklassen von Flugzeugtypen und in höheren Landegebühren für lautere Flugzeuge. Die verbesserte Technik – etwa bei den Triebwerken – macht die Flugzeuge deutlich leiser. Rund 60 Millionen Euro haben wir seit 1996 für Lärmschutz ausgegeben, weitere vier Millionen Euro werden folgen. Unsere Fluglärmberichte veröffentlichen wir monatlich, die Deutsche Flugsicherung macht Flugrouten leicht zeitverzögert unter DFS-Stanly Track transparent. Der Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen Stuttgart ist Angestellter des Landes und unter der Rufnummer 0711 948-4711 zu erreichen.

Klimaschutz und Energie

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Klimaschutz im Luftverkehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die FSG engagiert sich, wo sie kann und hat sich 2010 das Ziel gesetzt, die von ihr verursachten CO2-Emissionen bis 2020 um 20% gegenüber 2009 reduzieren. Hierfür verbessern wir die Energieeffizienz unserer Anlagen, betreiben ein systematisches Energiemanagement und fördern emissionsarme Mobilität. Umweltfreundlichen Strom produzieren wir bereits seit Jahren über Fotovoltaikanlagen auf dem Gelände. Die von der FSEG auf dem Bosch-Parkhaus und dem Kombispeicher betriebenen Solarpanelen haben eine Gesamtfläche von 10.500 m2. Sie produzieren jährlich über 1,4 GWh Strom, den wir in das Stromnetz einspeisen. Seit 2014 bezieht die FSG ihren zugekauften Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. Mithilfe des 2013 in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerkes werden klimaschädliche Emissionen durch Energie- und Wärmeerzeugung um 23% reduziert. Unser Klimaziel 2020 übertreffen wir damit bereits 2014. Weiteres Ziel ist dann, auf diesem Niveau klimaneutral zu wachsen.

Bereits 1991 startete mit den ersten Hybrid-Gepäckschleppern. Seit 2010 testen wir zwei Elektrotransporter und seit 2011 ein brennstoffzellenbetriebenes Follow-Me Fahrzeug. Im Rahmen des Projekts „eFleet“  sind am Flughafen nun auch ein Förderband, zwei Gepäckschlepper, ein Pushback-Fahrzeug und ein elektrischer Passagierbus im operativen Betrieb auf dem Vorfeld unterwegs. Diese Fahrzeuge produzieren keine lokalen Emissionen. Als erster Airport in Deutschland bieten wir außerdem unseren Passagieren an Computerterminals die Möglichkeit, die durch Flugreisen verursachten Emissionen zu berechnen und diese in Klimaschutzprojekten der gemeinnützigen Organisation atmosfair auszugleichen. Zudem unterstützen wir Forschungsarbeiten zu umweltfreundlichem Fliegen mit dem mit 150.000 Euro dotierten Aviation Award, der erstmals im Frühjahr 2014 verliehen wird.

Auch der Spritverbrauch des Luftverkehrs ist deutlich besser als sein Ruf. Auf 100 km verbraucht die deutsche Luftfahrt für alle In- und Auslandsflüge insgesamt durchschnittlich weniger als 4 Liter Treibstoff pro Passagier.

Entsorgung/Recycling

05 Abfall Und Wertstoffmanagement

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Abfall wollen wir möglichst vermeiden – daher haben wir schon beim Einkauf entsprechende Richtlinien. Wo dies nicht möglich ist, verwerteten wir den Abfall wieder, und dies seit Jahren auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2013 betrug die Verwertungsquote der FSG 98,9 Prozent. Sortiert wird der Abfall unter anderem im betriebseigenen Abfallwirtschaftszentrum (AWZ), das 1997 gegründet wurde. Fünf Jahre später erhielt es die Zertifizierung als Entsorgungs-Fachbetrieb. Seitdem ist das AWZ berechtigt, neben den eigenen Abfällen der FSG auch die der anderen Unternehmen auf dem Flughafengelände zu entsorgen. Rund 60 unterschiedliche Abfallsorten finden ihren Weg dorthin. Der Gummiabrieb, der bei Start und Landungen von Maschinen auf der Bahn zurückbleibt, geht in die thermische Verwertung und der bei Mäharbeiten anfallende Grünschnitt an die Biogasanlage in Leinfelden-Echterdingen. Gefahrstoffe erfassen wir in einer Datenbank und ersetzen sie, wo es möglich ist, durch umweltfreundlichere Produkte.

Gewässerschutz

01 Titelbild

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Seit den 1990er Jahren hat die FSG über 120 Millionen Euro für den Schutz des Grundwassers und der öffentlichen Gewässer ausgegeben, deren Qualität sich stetig verbessert hat. Das Entwässerungssystem ist komplex: Insgesamt 3.900 Schächte und 250 Kilometer Kanäle leiten das Abwasser in verschiedene Klär- und Rückhaltebecken, wo es entsprechend weiterbehandelt wird. Ein so genannter Schwebebett-Reaktor sorgt dafür, dass sich der Kohlenstoffgehalt des anfallenden Enteisungsabwassers vermindert. Zum Schutz der Umwelt setzen wir chemische Enteisungsmittel erst dann ein, wenn sich Schnee und Eis nicht mechanisch beseitigen lassen. Als Anreiz für eine möglichst umweltfreundliche Enteisung der Flugzeuge führte der Flughafen Stuttgart in der Wintersaison 2012/2013 ein Abwasserbehandlungsentgelt ein, welches sich an der Menge des eingesetzten Enteisungsmittels orientiert.

Nachhaltiges Bauen

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Der Flughafen Stuttgart ist ein attraktiver Standort für Unternehmen. Die FSG hat die Fläche für Büro- und Handelsimmobilie sowie für Restaurants auf dem Gelände sukzessive ausgebaut– inklusive der Parkhäuser beträgt der Flächenbestand der FSG etwa 430.000 m2. Der hohen Nachfrage begegnen wir mit einem weiteren Ausbau der gewerblichen Immobilien. Unser aktuell wichtigstes Bauvorhaben ist die nachhaltige Gestaltung einer Airport City. Das neue Gewerbequartier mit einer Geschossfläche von bis zu 220.000 m2 wird bis 2025 nördlich der Terminals errichtet. Als bundesweit erste Flughafengesellschaft lassen wir in den kommenden Jahren das gesamte Quartier nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizieren. Für unsere eigenen Mitarbeiter errichten wir ab dem Frühjahr 2014 westlich des Stuttgart Airport Office ein neues Verwaltungsgebäude. Der sechsstöckige Bau wird ebenfalls nach dem Silber-Standard der DGNB zertifiziert.

Biologische Vielfalt

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Dicht wachsende Wiesen helfen dabei, den Vogelschlag, also die Kollision von Flugzeugen und Vögeln, zu verhindern. Durch spezielle Mähtechniken bleibt immer ein Streifen langes Gras neben einem Streifen kurzem stehen. Zudem werden seit April 2010 artenarme Wiesen mit einem speziellen mineralischen Dünger gedüngt um eine artenreiche Vegetation zu entwickeln. Ohne Lücken im Gras sind Beutetiere weniger gut sichtbar. Mit knapp 200 Hektar besteht rund die Hälfte des Flughafengeländes aus Grünfläche. Damit existiert am Flughafen Stuttgart das größte zusammenhängende Biotop auf den Fildern. Im April 2012 siedelte die FSG unter anderem vier Bienenvölker im Westen des Vorfelds an, weitere sechs kamen im Frühjahr 2013 dazu. Bienen reagieren sensibel auf Schadstoffe. Der produzierte Honig trägt dazu bei, die Luftqualität rund um den Airport zu kontrollieren.