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So. 30.08.2015, 22:41 , Schönwetter 26°C

Volontär/in (nur Zeitsoldaten SAZ 12)

Betriebliche Ausbildung / Umschulung zum „VERKEHRSASSISTENTEN (m/w)“

Umschulung über 18 Monate im Profitcenter Verkehr unserer Gesellschaft

I. Allgemeines

Einweiser

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Die Flughafen Stuttgart GmbH bietet Zeitsoldaten eine Umschulung zum Verkehrsassistenten (m/w). Die Umschulung dauert 18 Monate. Während dieser Zeit durchlaufen  die Volontäre verschiedene Bereiche unseres Profitcenters Verkehr. Die Beschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten ist auf der derzeit geltenden Organisation des Profitcenters Verkehr unserer Gesellschaft aufgebaut. Sie soll einen Überblick über die Aufgaben der in diesem Bereich tätigen Angestellten als Verkehrsassistenten vermitteln, für welche die Umschüler ausgebildet werden,dabei sind nur die wesentlichen Tätigkeiten aufgeführt.

In allen Sparten des Profit Centers Verkehr  werden dem entsprechenden Fachpersonal gute und interessante Entwicklungsmöglichkeiten angeboten.

Eine Anstellung nach einem erfolgreichen Abschluss dieser Umschulungsmaßnahme bei der Flughafen Stuttgart GmbH erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Die Eingruppierung erfolgt je nach Ausbildungsstand und Tätigkeit und bietet die Vorzüge des Öffentlichen Dienstes. Wir sind bezogen auf den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst, ansonsten sind wir ein „normales“ Wirtschaftsunternehmen.

Der Einsatz von Umschülern als Angestellte (Verkehrsassistenten) in den einzelnen Tätigkeitsbereichen richtet sich nach den jeweiligen betrieblichen Erfordernissen und Möglichkeiten. Persönliche Wünsche können im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten mit berücksichtigt werden.

Eine Zusage auf Übernahme kann ggf. erst 3 Monate vor Abschluss der Umschulung gemacht werden. Dies richtet sich nach dem jeweils vorhandenen Personalbedarf im Profitcenter Verkehr. Allerdings ist es unser Bestreben unseren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern im Verkehrsbereich aus den Reihen der Absolventen zu decken.

II. Aufgaben und Tätigkeiten

1. Verkehrsleiter vom Dienst
Turnusmäßiges bzw. situatives Überprüfen der Betriebsflächen auf Verkehrssicherheit, Überwachung des Personen- und Fahrzeugverkehrs sowie von Flugzeugabfertigungen auf Einhaltung der Verkehrs- und Sicherheitsregeln, Einleiten erforderlicher Maßnahmen in Alarmsituationen und bei Störungen des operativen Flughafenprozesses, NOTAM- und SNOWTAM-Dienst

2. Verkehrszentrale
Bearbeiten aller operativer Flugplandaten im Airport Management System inklusive der Nutzung weiterer technischer Systeme, Steuerung und Überwachung des Fahrzeugverkehrs auf Vorfeldrollbahnen, Disposition der Flugzeugparkpositionen und der Schleppfahrzeuge für Pushback- und Schleppvorgänge, Einsatzsteuerung der Marshaller, Koordination von Winterdienst- und Enteisungsmaßnahmen.

3. Abfertigungsdienste
3.1 Flugbetriebsabfertigung (Innendienst)
Benachrichtigen der Dienststellen und Behörden über beabsichtigte Flüge, Errechnen des maximal zulässigen Startgewichts, Ermitteln der maximal möglichen Zuladung und dessen Verteilung, Entgegennahme und Absetzen von Start-, Lande-, Lade-, Verspätungs- und Operationsmeldungen, Übermitteln der zu tankenden Treibstoffmenge an die Betriebsstoffgesellschaft, Einholen von Wetterberatungen und Durchgeben von Wettermeldungen.

3.2 Flugbetriebsabfertigung (Außendienst)
Annehmen des Flugzeugs, Überwachen des Aussteige-, Einsteige-, Be- und Entladevorganges, Überprüfen der pünktlichen Durchführung der Reinigung und derpünktlichen Anlieferung der Bordverpflegung, Assistenz bei Flugzeugschleppvorgängen, Überwachen des Anlassvorganges und des Abrollens.

4. Bodenverkehrsdienste
Einsatz in der Schicht- und Einsatzleitung als Zeitnehmer und im Vorfeldaußendienst, Überwachen und Steuern der Arbeitsgruppen „Vorfeld“ und „Gepäck“, Einweisung in das Überwachen und Steuern der Bodenverkehrsdienste (BVD) und die Erstellung der Dienstpläne, Erstellen und Koordinieren von Arbeitsanweisungen und Abfertigungsunterlagen, Erstellen von Tages- und Monatsberichten, Teilnahme an Fahrerausbildungen und Geräteeinweisungen, Überprüfen von Geräten und Fahrzeugen.

5. Terminalaufsicht
Disposition der Check-Ins, der Gates und der Gepäckausgabebänder. Besondere Flugabfertigungen (z.B. Pilgerflüge), Handhabung des Disposystems. Alarmmeldungen bearbeiten. Fertigen von Tages- und Monatsberichten,
Schadensmeldungen bearbeiten. Protokoll führen für Lichtvorhang und Leitstelle Technik, Beachten der gesetzlichen und betrieblichen Vorschriften, z. B. Gültigkeit von koordinierten Flugplanzeiten, Schengener Abkommen/ Durchführungsübereinkommen. Hausverbot erteilen, überwachen, Strafanträge stellen, Flughafenausweise und Zugangsberechtigungen kontrollieren. Kontakte zu verschiedenen Dienststellen, Luftverkehrsgesellschaften und Behörden.

III. Anforderungen an den Bewerber

Dieses Angebot richtet sich an Zeitsoldaten mit einem Anspruch auf mind. 18 Monate Berufsförderungsdienst. Wir setzen die mittlere Reife oder einen entsprechenden Bildungsstand, Vorkenntnisse aus dem operativen oder administrativen Bereich der zivilen oder militärischen Luftfahrt, einwandfreie deutsche und sehr gute Englischkenntnisse sowie die Bereitschaft zur Tätigkeit im Schicht- bzw. Wechselschichtdienst voraus. Nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung zum Verkehrsassistenten ist, abhängig von der weiteren Beschäftigung bei der Flughafen Stuttgart GmbH, der Erwerb des Privatflugzeugführerscheins (PPL) und/oder des beschränkt gültigen Sprechfunkzeugnisses (BZF I) erforderlich.

IV. Berufskundliche Übersicht für den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (1)

Berufskennziffer B 7261

1. Ausbildungsziel: Verkehrsassistent (m/w)

2. Ausbildungsstätte:
a) Anschrift:
Flughafen Stuttgart GmbH
Personalabteilung
Postfach 23 04 61
70624 Stuttgart
Tel.: 0711/948-3808

b) Bezeichnung des Lehrgangs: Berufliche Umschulung zum Verkehrsassistenten (m/w) gemäß § 1 Abs.4 und § 47 BbiG

c) Träger (Rechtsstellung): Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) – Dienstverhältnis gemäß TVöD

d) Ausbildungsform: Vollzeit

e) Einsatzdauer in den jeweiligen Bereichen:
Bodenverkehrsdienst (inklusive Betriebsplanung): 6 Monate
Verkehrszentrale: 2 Monate
Abfertigungsdienst: 1 Monat
Verkehrsleiter vom Dienst: 5 Monate
Terminalaufsicht: 4 Monate

3. Abschlussprüfung und Berechtigung betriebsinterne Abschlussprüfung, Erwerb BFZ I

4. Ausbildungsdauer
18 Monate einschließlich des Erwerbs der Berechtigungen zu BZF I
a) Beginn nach Vereinbarung
b) Anmeldung siehe Anschrift unter 2.a)

5. Aufnahmebedingungen
a) schulische Vorbildung Mittlere Reife oder entsprechender Bildungsstand
b) berufliche Vorbildung siehe Abschnitt III des Ausbildungsplanes 4

6. Kosten
a) BZF I ca. 180,- € zzgl. MwSt.
b) Berufs- und Schutzkleidung ca. 1000,- € zzgl. MwSt.
c) Sozialversicherung siehe § 10 III des Umschulungsvertrages

7. Internatsunterbringung nein

8. Zuwendungen der Ausbildungsstätte Aufwandsentschädigung:
1. – 3. Monat € 55,-
ab 4. Monat € 130,-
Es handelt sich hierbei um anrechnungsfreie Zulagen i. S. des § 53 BeamtVG i. V. mit der z. Zt. noch gültigen VV zu § 158 BBG Nr. 8g und 11a

9. Förderungsfähig nach:
a) Sozialgesetzbuch Teil III nein
b) Bundesausbildungsförderungsgesetz nein

10. Verwendungsmöglichkeiten:
siehe Abschnitt I des Ausbildungsplanes – je nach Verwendung TVöD Entgeltgruppe 5 bis 6

11. Übernahme
Nach bestandener Abschlussprüfung kann eine Übernahme nur im Rahmen freier Arbeitsstellen erfolgen. Bei zunächst befristeter Übernahme (12 Monate) ist der PPL, sofern für die Tätigkeit bei der FSG erforderlich, berufsbegleitend noch innerhalb der förderungsfähigen Zeit über den BFD zu erwerben (Kosten ca. € 8.000,-). Hierfür ist es erforderlich, dass der Umschüler noch während der Umschulungszeit das fliegerärztliche Tauglichkeitszeugnis Kl. 3 vorlegt. Nach erfolgreichem Bestehen des PPL erfolgt – bei entsprechend guter Leistung und Eignung – eine Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.