Yes, Japan!

16 Stunden Flug, sehr, sehr müde und gleichzeitig aufgedreht aus dem Flieger und ab in eine komplett andere Welt: Japan! Zweieinhalb Wochen habe ich in Tokyo, Hiroshima, Osaka und Kyoto verbracht und dabei ein paar schräge und viele wunderbare Dinge erlebt. Hier sind ein paar, die mir davon besonders in Erinnerung geblieben sind und die für künftige Japan-Reisende sicherlich empfehlenswert sind:

  • Japanische Eissorten testen wie beispielsweise Matcha-Tee (der Lieblingsgeschmack der Japaner, auch als KitKat-Sorte erhältlich), Süßkartoffeln und Tofu – Süßkartoffeln war tatsächlich gar nicht mal schlecht :-).
  • Kirschblüte: Das Jahreshighlight im April für die Einheimischen, die dann auf Plastikmatten unter den Kirschbäumen sitzen, essen und trinken. Außerdem tragen die Frauen und Männer plötzlich traditionelle Kimonos und lassen sich mit den Blüten fotografieren. Klar sieht es schön aus, aber für mich war eher das Drumherum faszinierend, als die blühenden Bäume.
  • Elektronik, die teilweise auch mit Menschen spricht: Von den Toiletten mit selbst öffnenden Sitzen über Service-Roboter, bei denen man (zumindest soweit es ersichtlich war) bestellen kann bis hin zu Kaffeemaschinen, die nur auf Japanisch erklären, warum sie jetzt keine Heißgetränke ausspucken wollen. Seit dem Urlaub steht in unserem Kühlschrank übrigens ein kleines FridgePet in Kuhform, das uns in seiner Heimatsprache begrüßt, wenn wir die Türe öffnen – und ausschimpft, wenn wir sie zu lange offen lassen.
  • Fahrten mit dem „Bullet-Train“ Shinkansen, dem Schnellzug, zeigen, dass Bahnfahren bequem und cool sein kann – vor allem, wenn man seine Bento-Box an der Station kauft und anschließend während der Fahrt isst (und mit einen bisschen Glück dabei noch einen Blick auf den Fuji , den höchsten Berg Japans, werfen kann). Den Shinkansen gibt es übrigens auch in Stäbchenform als Souvenir; in manchen Lokalen bringt eine Miniaturausgabe des Schnellzuges außerdem das bestellte Sushi an den Tisch.
  • Cafés in Tokyo, in denen man Eintritt bezahlt, um Tiere zu streicheln – in meinem Fall Eulen (zugegebenermaßen mit einem sehr schlechten Gewissen) und Katzen. Ein Streichel-Verbot gibt es hingegen in der Tempelstadt Nara (auf dem Weg zwischen Osaka und Tokyo) für die Rehe. Hier sollten wir laut Schild eher darauf achten, dass sie unsere Eintrittskarten für die Tempelhalle mit 14 Meter großen Buddha im Innenraum nicht fressen.
  • Ein Tagesausflug nach Miyajima bietet nicht nur eines der beliebtesten Foto-Motive der Touristen (das berühmte große, je nach Licht rote oder gelbe Tor, das im Wasser steht), sondern auch vom Berg aus einen tolle Aussicht auf strahlend blaues Meer mit vielen kleinen Inseln.
  • Und nicht zu vergessen: Die skurrilen Hinweisschilder, die phantasievoll illustriert sind. Gezeichnete Kirschblüten bitten darum, sie nicht abzureißen; und warum ausgerechnet eine Katze nicht im Park Fahrradfahren darf, wissen wahrscheinlich nur die Japaner. ;-)

Das sind nur ein paar von vielen Eindrücken. Bei mir wird es auf jeden Fall nicht der letzte Besuch dort gewesen sein. :-)

P.S.: Von Stuttgart aus gibt's gute Umsteigeverbindungen nach Japan: mit Swiss über Zürich oder Lot über Warschau .




23.06.2017

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