Urlaub auf Madeira – einmal Durchpusten bitte!

An so stürmischen Tagen wie diesen denke ich gerne an meinen ersten und bisher einzigen Madeira-Urlaub zurück. Die Woche im Januar war eigentlich dazu gedacht, den kalten Winter in Deutschland etwas zu verkürzen. Stattdessen entpuppte sich die Reise als Test für Standfestigkeit bei hohen Windgeschwindigkeiten. Aber zurück zur Idee:

Madeira, die portugiesische Insel im Atlantischen Ozean, ist bekannt als Blumeninsel mit abwechslungsreichen Wanderwegen, spektakulären Aussichten, felsigen Badebuchten und mildem Klima – also wie gemacht für meine Urlaubsvorlieben.

Der Hinflug nach Funchal mit Condor war ruhig, die Landung spektakulär. Bei bester Sicht drehten wir vor der Bergkette von Funchal bei, um auf der Landebahn, die mit Stelzen im Meer endet, sicher aufzusetzen. Wer sich das Video vom Condor-Flug ab Stuttgart anschaut, erfährt, dass diese Landung auch für Piloten eine ganz besondere ist.

Spektakulär blieb es die nächsten Tage auch an Land, nur die Sonne verschwand. Stattdessen fegte ein Sturmtief über die Insel hinweg. Doch Wind und Regen konnten mich nicht davon abhalten, die abwechslungsreichen Wanderwege zu erkunden. Charakteristisch und einzigartig für Madeira verlaufen diese meist entlang der sogenannten „Levadas“. Das sind uralte, künstlich angelegte Wasserläufe, die das Wasser aus regenreichen in regenarme Gebiete der Insel leiten. Viele werden heute noch genutzt, teilweise auch zur Stromerzeugung, einige sind inzwischen stillgelegt. Auf den Wegen neben den Levadas – ursprünglich Versorgungswege – oder auf den Mauern der schmalen Wasserkanäle  lässt es sich prima bei leicht ansteigendem Gefälle wandern. Oft sind dabei Herausforderungen wie Tunneldurchquerungen (Stirnlampe nicht vergessen!), Balancieren an Abgründen (Schwindelfreiheit und Trittsicherheit dringend erforderlich) oder das Unterlaufen von Wasserfällen (bei Regenwetter egal) zu meistern. Bei meinem Urlaub kamen noch Wind und aufgeweichte Untergründe dazu. So verzichtete ich auf die ausgesetzten, aussichtsreichen Wanderwege an der Küste entlang und war stattdessen im Landesinnern unterwegs.

Ausgerüstet mit Wanderführer und Mietwagen erkundete ich also Madeira. Man kommt bequem  an einem Tag von einer Seite der Insel auf die andere und wieder zurück – entweder schnell  durch den Tunnel, kurvenreich außen herum oder neblig bei schlechtem Wetter über die Hochebene (sonst wohl sehr aussichtsreich laut Reiseführer). Die Woche verging schnell  und ich habe noch lange nicht alle außergewöhnlichen Orte und Sehenswürdigkeiten der Insel entdeckt. Zumal bei mir ein Tag dafür drauf ging, den grandiosen Wellen dabei zuzuschauen, wie sie auf die Südseite der Insel trafen.

Aber von Stuttgart aus fliegen Condor und auch Tuifly 3 Mal pro Woche nach Funchal – so steht also einer weiteren Madeira-Reise nichts im Weg.




05.01.2018

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