Cooles Dubai

Als die Suchmaschine bei einem Anbieter für Pauschalreisen dieses Ziel ausgespuckt hat, schauten sich mein Lebensgefährte und ich uns fragend an. Mal etwas anderes, das wir überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt hatten – und irgendwie klang Dubai für uns auch deutlich spannender und exotischer als die anderen Ergebnisse, die uns für einen Urlaub in der Wärme für Mitte Oktober angezeigt wurden.

Also schnell  für eine Woche gebucht, und vom STR aus mit einem kurzen Zwischenstopp in Paris (ab November geht das mit FTI auch als Direktflug) landeten wir dann in der Wüste. Und waren erst einmal überrascht von unserer Unterkunft: Statt einen normalen Hotelzimmer hatten wir plötzlich 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, 1 Wohnraum, Waschküche und einen Balkon mit Blick auf die berühmte Insel „The Palm“ und das Hotel Atlantis, das manche vielleicht aus dem Fernsehen kennen. Das andere bekannte Luxushotel, das Burj Al Arab, konnten wir übrigens vom Pool aus sehen.  Nicht schlecht!

Gut ausgeschlafen und frühstücksgestärkt wagten wir uns am nächsten Tag  nach draußen – und erschraken erst einmal, wie heiß es war. Puh! Im Oktober gibt es in Dubai 35 Grad, für mich fühlte sich das an wie 50 Grad. So ist das eben, wenn man in eine Wüste reist :-). Obwohl man diese nicht merken würde, wenn man sich in der Stadt bewegt: Seitdem die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Ölreichtum entdeckt haben, wurde viel in die Infrastruktur investiert. Das Ergebnis sind gigantische Shopping-Center, eine ausgebaute Metro-Strecke und luxuriöse Hotelanlagen, bei denen man für verhältnismäßig kleines Geld einen sehr hohen Standard bekommt (siehe oben ;-)).

Ein weiteres Zeichen von Dubais Wohlstand ist der Burj Kalifa, mit 828 Metern derzeit der höchste Wolkenkratzer der Welt. 163 Stockwerke besitzt er. Die Terrasse ist leider schon in der 124. Etage, aber dennoch beeindruckt der Blick auf die Stadt und den Dubai Fountain – anscheinend eines der größten Wasserspiele der Welt. Nicht weit weg davon ist die Dubai Mall. Ob es dort tatsächlich 1.200 Geschäfte gibt, wie im Internet geschrieben, kann ich nicht sagen. Es waren auf jeden Fall sehr, sehr viele.  Die Preise waren aber nicht wirklich anders als zuhause – Outlet-Preise wie in den USA darf man hier nicht erwarten. Spannender für mich war sowieso das Dubai Aquarium, das ebenfalls in der Mall steht und schon allein durch seine riesige Glasfront mit Tausenden von schwimmenden Fischen auffällt.

Noch besser gefiel uns aber die Mall of the Emirates – und zwar wegen ihrer berühmten Ski-Halle. Zugegeben, dekadent kam ich mir schon vor, als ich meine Flip-Flops und mein (natürlich die Knie und Schultern bedeckendes) Kleid gegen Ski-Stiefel und einen Ski-Anzug tauschte, bevor mein Lebensgefährte und ich uns in die Welt mit künstlichem Schnee begaben. Ich bin noch nie Ski gefahren, deswegen drehten wir nur mit dem Sessellift (!) eine Runde, rutschten auf der Bobbahn und stiegen in einen großen, durchsichtigen Plastikball, mit dem wir einen Abhang herunterrollten.

Die Emirate sind aber natürlich nicht nur Shopping-Malls und Wolkenkratzer. Ein paar Tage später spazierten wir am Dubai Creek entlang: Der Fluss teilt die Stadt, überqueren kann man ihn mit kleinen Booten, den sogenannten „Daus“. Darauf passen immer zwanzig bis dreißig Personen, die auf zwei Bänken sitzen. Wenn man nicht die kommerzielle Touri-Fahrt macht, kostet das nur sehr wenig. Auch die alten Souks, die traditionellen arabischen Märkte, haben wir uns angeschaut. Dort dröhnen die Ohren, wenn die unterschiedlichen Händler ihre Gewürze oder Kleidungsstücke anbieten.

Wer nach authentischen Erlebnissen sucht und eher individuell unterwegs ist, ist in dieser Stadt sicherlich falsch. Ich wollte Erholung und etwas sehen, das ich noch nicht gesehen habe – dafür war die Reise genau das Richtige. :-)




26.09.2017

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