Blick hinter die Kulissen des STR

Ein Flughafen ist im Prinzip wie eine eigene kleine Stadt. Und obwohl ich, Tobias Guthörl, in meinem Praktikum mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeitskommunikation und PR viele Facetten des täglichen Betriebs kennenlernen durfte, bleibt der Blick hinter so manche „Kulisse“ doch verborgen. Deshalb war ich gerne dabei, als die Personalabteilung eine Technikführung für Praktikanten anbot.

Station 1: Die Kfz-Werkstätten
Zu einer Stadt gehören natürlich Autos – und davon gibt es am STR einige. Die Kfz-Werkstätten des Airports betreuen rund 1.300 verschiedene Fahrzeuge und Anhänger. Von der orangenen Schneefräse über den klassischen Kofferwagen bis zur Fluggastreppe ist alles vertreten. Das Herz eines jeden Autonarren schlägt sicherlich in der Auszubildenden-Werkstatt schneller. Dort stehen nämlich von Porsche gesponserte Sportwagen. An diesen können die Lehrlinge munter schrauben und ausprobieren. Schon werden die ersten Handys gezückt – ein Erinnerungsfoto darf da nicht fehlen.

Station 2: Die Stromanlagen
Ohne Energie läuft heutzutage nichts – weder in der Stadt, noch am Flughafen. Die Stromanlagen in den Kellern des Terminals versorgen den Airport nicht nur täglich mit Strom, sondern können ihn bei einem Stromausfall auch tagelang die nötige Energie liefern. Die auf den ersten Blick unscheinbaren großen gelben Kästen sind dafür verantwortlich, dass vom WLAN, von der Befeuerung bis hin zum Elektro-Pushback alles am Flughafen läuft.

Station 3: Die Versorgungstunnel
In der Nähe der Terminals, hinter einer unauffälligen Eisentür, beginnen die Versorgungstunnel. Diese schlängeln sich kilometerweit unter dem gesamten Flughafen entlang. Den Fußmarsch zwischen den einzelnen Stationen begleiten übrigens allerlei Röhren, armdicke Kabel und silberne Luftschächte. Ich frage mich, wie viele Kilometer davon wohl allein in den Terminals verlegt wurden – es müssen hunderte sein!
Nach einigen Metern biegen wir ab und finden uns im alten, stillgelegten Heizwerk wieder. Bunte Rohre verlaufen herauf, herab, quer und krumm. Mit Kohle und Schweröl heizte man hier früher. Davon zeugen noch heute die meterhohen, stählernen Tanks. Heute läuft die Wärmeproduktion deutlich sauberer im modernen Blockheizkraftwerk ab – Kohle und Öl haben ausgedient.

Und so endet unsere Technikführung mit diesem Ausflug in die Vergangenheit der kleinen Flughafenstadt STR. Auch wenn es nur kurze Einblicke waren, so lassen sich doch die Dimensionen zumindest erahnen, die hinter dem Betrieb des Stuttgarter Airports stehen.




22.06.2015

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