Feinstaub, CO2 und Dieselgeruch

fairport – der Gedanke hat mich doch immer wieder mal beschäftigt: Seitens der Feuerwehr als Bewahrer vor Umweltgefahren, aber auch als Mitarbeiter der Flughafen Stuttgart GmbH. Ich finde es eine feine Sache, sich als Unternehmen dem Thema Umweltschutz anzunehmen, verschiedene Aspekte aufzugreifen und diese im Betrieb zu leben. Und dann in diesem Zug die Mitarbeiter aufzufordern, ihre Ideen für einen „saubereren“ Flughafen vorzubringen und einen fairport-Preis dafür auszuloben. Also habe ich mitgemacht.

Mein Ausgangspunkt: der Anblick der Taxischlange vom Parkhaus 2 bis zum Terminal. Zu Fuß sind wir von der Feuerwehr doch auch mal unterwegs, wir fahren nicht nur. Dabei fiel mir auf, dass sehr viele Taxis mit laufendem Motor dort standen. Muss das sein, fragte ich mich. „Nein“. Die Frage habe ich mir selbst beantwortet. Es passt nicht so wirklich zum fairport-Gedanken und auch nicht in meine eigene Welt von Verantwortung für die Umwelt. Mir als Privatperson ist in der „Straßenverkehrsordnung Paragraph 30“ klar erklärt, das unnötiges Laufenlassen meines Fahrzeuges im Stand nicht erlaubt ist. Laut Verkehrsrecht ist jeder Verkehrsteilnehmer dazu angehalten, unnötige Lärm- oder Abgasbelästigungen zu verhindern. So fragte ich mich, ob das auch für Taxis gilt oder dies nur am Flughafen so gehandhabt wird. An Krankenhäusern oder Taxiständen in der Stadt ist mir das noch nie aufgefallen.

Neugierig wie wir Feuerwehrleute sind, fragte ich einen der Taxifahrer nach dem Grund seines Tuns. Er kam mit Argumenten wie, es wäre zu kalt bzw. zu warm für die Fahrgäste. Ein heutiges modernes Fahrzeug, was die Taxis ja meistens sind, benötigt im betriebsbereiten Zustand ein paar Minuten, um den Innenraum zu heizen oder zu kühlen.

So dachte ich mir, es wäre doch sicher für den fairport-Gedanken des Flughafens keine schlechte Idee, sich dieser Sache anzunehmen. Möglicherweise wird dadurch der ein oder andere Taxifahrer, der sich bislang nichts dabei gedacht hat oder den Macht-man-schon-immer-so-Gedanken in sich trägt, sensibilisiert. Es wird ja auch im Rahmen des Gesundheitsschutzes für die Taxifahrer, die sich immer in diesem Bereich der laufenden Motoren und der daraus resultierenden Abgase aufhalten, vorgesorgt.

Das war die Grundidee, die ich samt Lösungsvorschlägen beim fairport-Preis des Airports eingereicht habe. Meine Idee kam jedenfalls an, dann wurde mein Name aus dem Reigen der Einreichungen zum fairport-Preis gezogen – und jetzt habe ich den diesjährigen fairport-Preis der Flughafen Stuttgart GmbH gewonnen. Ich hab mich total über den Scheck gefreut und abends erst mal Pizza für die ganze Wachabteilung der Feuerwehr bestellt. Wobei, ein Mittagessen mit den eigenen Chefs ist auch mal toll. Das fand nämlich gleich nach der Scheckübergabe statt…




25.02.2016

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