Wie am Flughafen alles begann…

Sämtliche Abkürzungen flogen mir um den Kopf, Räume und Gebäude waren schwer zu finden und zig neue Gesichter stellten sich mir mit Namen vor, von denen ich mir leider nicht alle sofort merken konnte… So erging es mir vor ca. einem dreiviertel Jahr… in den ersten Tagen meiner Zeit hier am Stuttgarter Flughafen. Inzwischen sind die meisten Fragezeichen verschwunden, ich schmeiße ebenfalls mit Abkürzungen um mich und finde mich auf dem Campus immer besser zurecht.

Doch fangen wir mal von vorne an: Ich begann im Frühjahr 2011 als Personalreferentin – Organisations-Abkürzung: ZP 3 – im Non-Aviation Bereich. Mein Kollege, ZP 2, ist für den Aviation-Bereich der FSG zuständig. Stopp! FSG? Ja… die Flughafen Stuttgart GmbH! Wie bereits angedeutet pflegt auch der Flughafen Stuttgart Abkürzungen in seiner Unternehmenssprache. Es gibt Abkürzungen für Mitarbeiter, Räume, Gebäude, etc. Man kann sich daher bestimmt vorstellen, dass es für mich in der einen oder anderen Besprechung gar nicht so leicht war, sämtlichen Vorgängen zu folgen. Aber dank verständnisvollen, netten Kolleginnen und Kollegen, Intranet, Unternehmens-Organigramm und Telefonbuch war mir dies doch möglich.

Gutes Stichwort: Kolleginnen und Kollegen. Dies ist ja oft ein großes Fragezeichen zu Beginn einer neuen Tätigkeit. Was erwartet mich? Wie wird mein Umfeld sein? Nach meinem Vorstellungsgespräch hatte ich ein sehr gutes Gefühl, was das dargestellte Arbeits- und Unternehmensklima anbelangt. Heute weiß ich: Mein Bauchgefühl war richtig.

Zum Alltag einer Personalreferentin gehören natürlich auch Termine. Einer dieser Termine war im Milka-Gebäude. Ähm, Entschuldigung… Wie bitte? Wo? Da haben wir sie wieder, die interne Flughafen-Sprache: mit dem Milka-Gebäude ist das Verkehrslenkungsgebäude an der Pforte Ost gemeint.
Die nächste Herausforderung war nun: Wie komme ich dahin? Mit Wegbeschreibung machte ich mich auf meine kleine Reise über den Campus. Zunächst ging ich vorbei an den Terminals, durchquerte anschließend die Sicherheitskontrollen und plötzlich stand ich mitten auf dem Vorfeld, wo gerade ein Flugzeug an mir vorbeirollt. So hatte ich mir das vorgestellt, das Leben an einem Flughafen: immer mitten im Geschehen! Inzwischen hatte ich dann auch mein Ziel erreicht und mir war auf einmal ganz schnell klar, warum das Gebäude diesen Namen hat: Es erinnert aufgrund der lila Fensterrahmen wirklich an die Schokoladenmarke.

Der Flughafen gleicht in seiner Vielfalt einer Stadt – und das wurde mir in meinen ersten Tagen hier z.B. bei einer Flughafenführung erst richtig bewusst. Eine individuelle Führung im BVD (Bodenverkehrsdienst) ermöglichte es mir, den Kollegen dort über die Schulter zu schauen. Sie können mir glauben: Es ist wirklich spannend, was mit unseren Koffern passiert, wenn diese im Terminal am Check-in-Schalter abgegeben werden und ihre Reise beginnen…

Meine ersten Monate hier am Flughafen waren wirklich beeindruckend, ich habe viel gesehen und gelernt, entdecke jeden Tag Neues und lerne ständig neue Menschen kennen. Genauso groß und vielfältig wie der Campus ist auch meine Arbeit… Gerne erzähle ich zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Bis dahin einen herzlichen Gruß, Ihre Katja Heusel




21.12.2011

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