Was bleibt vom Presserummel?

Was hat uns Mitarbeiter von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am meisten beschäftigt und gefordert in den abgelaufenen Monaten? Haben wir den Flughafen und seine Anliegen gut „rübergebracht“? Und wo gibt’s Potenzial zur Verbesserung?

Was mir dabei immer wieder auffällt: Wie schnelllebig das alles ist. Wie viele tolle Termine, die mit viel Aufwand organisiert wurden, ruckzuck Vergangenheit sind. Denn nichts ist so alt wie die Zeitung – oder unsere Nachrichten – von gestern. Aber irgendwie ist das auch ein Trost. Denn so verschwinden auch kritische Themen in der großen Welle von Wichtigem und Überflüssigem, die jeden Tag über jeden von uns hereinschwappt.

Im Frühjahr einige Erstflüge, u.a. von Qatar Airways und United Airlines: Ausführlichste Berichterstattung – das freut den Pressesprecher. Aber weiß eigentlich noch jemand, dass es auch in diesem Jahr eine Aschewolke gab? Naja – verglichen mit dem Vorjahr war es ein Wölkchen: Nur im Norden Deutschlands fielen im Mai ein paar Flüge aus. Und unsere Arbeit hielt sich diesmal in Grenzen.

Etwas mehr Stress dann im August: die Fluglotsen streiken. Oder nicht. Oder doch… Die Nachrichten überholen sich, Flüge werden abgesagt, die Passagiere sind verunsichert. Verlässliche Informationen, die wir weitergeben können: Fehlanzeige. Die endgültige Entwarnung gibt´s dann nach Mitternacht. Um 4 Uhr morgens setzen wir den Tweet dazu ins Netz – als erster deutscher Flughafen.
Nicht ganz so gut gelaufen: Das erste öffentliche Boxtraining von Weltmeister Felix Sturm, der vor seinem Kampf in Stuttgart am Flughafen in den – mobilen - Boxring stieg. Da müssen wir künftig genau abwägen: Ist ein solcher Termin und der damit verbundene Aufwand auch wirklich gerechtfertigt?

SWR 1-Radioaufzeichnung der Sendung Leute mit viel Publikum: Wolfgang Niedecken war gekommen. So etwas bleibt im Gedächtnis – gerade nach der schweren Erkrankung von BAP-Frontmann Niedecken.

Sogenannte „harte“ Themen gab´s natürlich auch: Die Bilanz-PK, bei der oft erst in den letzten Stunden der aktuelle Pressetext fertig abgestimmt ist. Stuttgart 21, die unendliche – und für mich teilweise auch unsägliche – Geschichte, in der der Flughafen immer wieder klar Stellung für das Projekt bezieht.
Der Facebook-Auftritt: Wir überholen bei den Fanzahlen größere Flughäfen – daran messen wir uns.

Der steigende Stellenwert des Themas Umwelt: Einige Mitarbeiter gehen bei der Produktion des ersten Umweltparcours an einem Flughafen überhaupt an ihre Leistungsgrenzen. Belohnung ist das positive öffentliche Echo und die Tatsache, dass andere Flughäfen und auch Airlines sich erkundigen. Und: Prominente werben für atmosfair – als erster Flughafen stellen wir Computer-Terminals auf, an denen jeder die Umweltbelastung durch den eigenen Flug kompensieren kann. Das lobt dann sogar der Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzende und Grünen-Politiker Winfried Hermann. Mehr kann man nicht wollen als Öffentlichkeitsarbeiter.




23.12.2011

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