Pressearbeit: New York mit United (2)

Die Vorgespräche sind vorbei, jetzt wird’s langsam ernst. Der zeitliche Ablauf, wie im Blog vom 3.6. beschrieben, ist die eine Sache. Aber entscheidend ist natürlich fast ausschließlich die öffentliche Wahrnehmung einer solchen Veranstaltung. Ohne Presse nutzt so ein Erstflug-Event nicht viel.

Nachrichten verbreiten sich am schnellsten über Bilder. Was bieten wir der Presse also als Bildmotiv an? Die abfliegende Maschine bekommt eine Wasserdusche – das steht fest. Das ist ein Motiv, das gut aussehen würde: Flugzeug, Dusche durch die Flughafenfeuerwehr, im Hintergrund das Terminal. Weitere Idee: Die prominenten Gäste sollen ein Band durchschneiden – auch das ist ein denkbares Motiv. Darauf haben wir uns schnell geeinigt. Diese beiden Motive zeigen die Bedeutung des Fluges für Stuttgart am besten.

Wichtig: die Einladungsliste
Aber wer wird überhaupt eingeladen? Der Platz ist beschränkt, es muss ausgewählt werden. Wir vom Flughafen Stuttgart haben natürlich ein Interesse daran, dass unsere Nachbarn dabei sind. Also schlagen wir United die Oberbürgermeister und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden vor. Dabei müssen wir den Kollegen von United erst einmal erklären, welche Bürgermeister warum für den Flughafen wichtig sind. Denn die Kommunikationsabteilung von United sitzt in London. Dort ist das Wissen über Oberbürgermeister in der Nachbarschaft des Flughafens Stuttgart nicht so ausgeprägt… :-)

Und wer wird von der Landesregierung eingeladen? Der Flug ist von großer Bedeutung für die Wirtschaft des Landes und der Flughafen hat viele Jahre um diese Anbindung gekämpft. Auch hier wird eine Liste erstellt.

Und ganz wichtig: Wer darf bei so einer Gelegenheit sprechen? Wir sind uns einig, dass es nicht allzu viele Reden werden sollen. Aber natürlich werden Flughafenchef Georg Fundel und Charles Duncan, Vice President bei United, sich zur Bedeutung des Fluges und seinen Perspektiven äußern. Und natürlich Vertreter der Flughafeneigentümer, der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg, falls anwesend.

Abstimmung mit United

Intern klären wir von der Pressestelle: Wer betreut wen? Wer kümmert sich darum, dass Fotos und Informationen schnell auf Facebook, Twitter und den Internetseiten des Flughafens stehen? Wer geht mit den Medien raus aufs Vorfeld, um von dort Fotos der Maschine zu machen?

Was auch zu beachten ist: Die ganze Vorstellung spielt im Sicherheitsbereich des Flughafens. Das bedeutet, dass jeder Gast – auch VIPs und Politiker – aufwendig durch die Sicherheitskontrollen gebracht werden muss. Deshalb wird die gesamte Pressestelle zur Betreuung vor Ort sein.

Schon in der Presseeinladung weisen wir darauf hin: Bitte keine potenziell gefährlichen Gegenstände mitbringen (wie z.B. Taschenmesser oder Schraubenzieher, die Kameraleute oder Fotografen gerne dabei haben). Das würde die Kontrollen verzögern und den knapp kalkulierten Ablauf vor Ort ebenfalls.

Mails fliegen von London nach Stuttgart und zurück – die Abstimmung unter PR-Profis läuft trotz der Entfernung entspannt und effektiv. Jetzt kommt das, was wir nicht beeinflussen können: Wie wird die Presse über den 10.6. berichten? Trotz aller guten Vorbereitung bleibt es spannend bis die Zeitungen des nächsten Tages erscheinen…




06.06.2011

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