Feuerwehrmann vor der Kamera

Mein Name ist Markus Beck, und ich bin bei der Flughafenfeuerwehr mit für den Vorbeugenden Brandschutz zuständig. Wir prüfen beispielsweise die Brandschutztüren und kontrollieren das gesamte Flughafenareal. Außerdem füllen wir die sogenannten Heißerlaubnisscheine aus. Das sind Scheine, die Firmen brauchen, um am Airport z.B. schweißen zu dürfen. Es werden dann besondere Sicherheitsmaßnahmen angeordnet (Bereitstellen eines Feuerlöschers, Einhalten von Abständen zu brennbaren Gegenständen). Außerdem weiß so die Feuerwehr alle Arbeitsstellen, an denen es zu einer Gefahr kommen könnte und kann Notrufe besser zuordnen. Der Vorbeugende Brandschutz arbeitet so, dass die Feuerwehr gar nicht erst Ausrücken muss oder wenn doch, es nur mit kleinen Bränden zu tun hat.

Als ich vor Kurzem in Terminal 1 unterwegs war, um die Brandschutztüren zu prüfen, hat mich ein Aufnahmeleiter des SWR gefragt, was ich denn da gerade gemacht habe. Ich habe ihm erklärt, dass ich von der Feuerwehr bin und es zu meinen Aufgaben gehört, z.B. dieses Tor zu prüfen. Im weiteren Gespräch stellte sich heraus, dass der SWR ein „Casting“ für neue Moderatorinnen auf dem Flughafen dreht und sie auf der Suche nach einem Objekt sind, das die Moderatorinnen suchen müssen. Bei dem Gespräch fiel meine Gürtelschnalle der Feuerwehruniform auf. Das Aufnahmeteam entschied sich spontan, diese wird das Objekt, das gesucht werden soll. Das hatte einen einfachen Grund: Es ist sehr schwierig, das Bild als Gürtelschnalle zu erkennen, und es wäre zusätzlich schwierig für eine Frau, einem Mann nicht in die Augen zu schauen, sondern etwas tiefer.

Nach Rücksprache mit meinem Chef durfte ich das gesuchte Objekt spielen. Die SWR Crew fing in Terminal 1 auf Ebene 3 mit Drehen an. Ich war auf Ebene 4 und konnte beobachten, wie sich die Moderatorinnen auf die Suche machten, unsere Passagiere und auch Mitarbeiter befragten und schon bald ins Schwitzen kamen. Es wurde zwar erkannt, dass das Bild etwas mit der Feuerwehr zu tun haben müsste, aber auf eine Gürtelschnalle ist niemand gekommen.

Nach einer guten halben Stunde durfte ich dann ins „Spiel“ kommen. Auch mir wurden Fragen gestellt, ob ich wüsste, was das sei oder sogar, wo man dieses Ding finden könnte. Ich hatte einen riesigen Spaß, denn ich habe das Rätsel nicht sofort aufgelöst. Ich gab den angehenden Moderatorinnen mehr und mehr Hinweise auf die Gürtelschnalle. Dabei fiel der eine oder andere lustige Satz, und bei der Aufklärung des Rätsels war die Erleichterung den Frauen anzusehen.

Bei Gesprächen nach den Dreharbeiten, als den Moderatorinnen alles erklärt wurde, baute sich schnell ein freundliches und lustiges Verhältnis zu dem Aufnahmeteam des SWR auf. Auch während der Dreharbeiten hatten schon die Mitarbeiter des Teams, die gerade nicht in Aktion waren, versucht, mich zu finden und gelacht, wenn sie mich entdeckt haben. Für mich waren diese Stunden eine schöne und lustige Abwechslung vom Alltag, die ich nicht so schnell vergessen werde. Leider werden diese Aufnahmen nicht gesendet und nur zur Auswahl der Moderatorin genutzt.




19.04.2011

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