fairport STR: mehr als nur grün!

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat bei seiner Antrittsrede als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft angekündigt, dass der Stuttgarter Airport zum „grünsten Flughafen Deutschlands“ werden soll. Doch was versteht man denn überhaupt unter einem grünen Flughafen? Grünflächen auf dem Gelände haben wir ja mehr als genug. ;-) Sollen wir jetzt noch die Start- und Landebahn und die Terminaldächer begrünen? Nein – das meinte er natürlich nicht – als Nachhaltigkeitsbiber der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) kann ich das sagen. Ich beschäftige mich ja jeden Tag mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. (In seriös nennt man meinen Job: Verantwortlicher für Umweltkommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement ;-) )

Wäre es rein aus der Umweltperspektive nicht ohnehin besser wenn es überhaupt keinen Flugverkehr am Flughafen gäbe? Damit auch kein Anreiseverkehr, kein Lärm, keine Emissionen, kaum Ressourcenverbrauch. Umweltmäßig sicher eine tolle Sache! Aber sieht so unsere Zukunft als grüner Flughafen aus? Nein – natürlich nicht!

Was unser Verkehrsminister meinte, ist, dass STR zum nachhaltigsten Airport Deutschlands werden soll. Also ein Flughafen, der seine Aufgabe für den Luftverkehr erfüllt und dabei dauerhaft möglichst wenig negative Effekte für nachfolgende Generationen verursacht. Kurz gesagt, wir wollen wirtschaftlich erfolgreich sein, dazu sozial verantwortlich und gleichermaßen ökologisch verträglich – das beschreibt der fairport-Gedanke. Der Flughafen Stuttgart soll langfristig und dauerhaft zu einem der leistungsstärksten und nachhaltigsten Flughäfen in Europa werden. Dieses Ziel hat die Geschäftsführung schon lange vor Augen. Nun wurde es aber erstmals in den neuen fairport-Kodex gefasst, und damit allen Mitarbeitern einen Leitfaden an die Hand gegeben, wie dieses Ziel auch erreicht werden kann. Denn dazu gehören nicht nur Entscheidungen des Managements, sondern jeder Einzelne ist am Flughafen gefragt und mit verantwortlich, wenn es darum geht den fairport-Gedanken zu leben. Diesen Gedanken nach innen und nach außen zu tragen und in die Unternehmensstrategie zu verankern gehört seit letztem Jahr zu meinen Aufgaben.

Am fairport-Kodex haben aber eine Menge Kolleginnen und Kollegen aus dem Unternehmen mitgearbeitet. Hineingeflossen sind neben unserer Unternehmensstrategie und unserer Vision auch das bisherige Unternehmensleitbild, unsere Umweltpolitik und weitere Unternehmenswerte, versehen mit neuen Zielen. Nach zahlreichen Abstimmungsrunden stand am Ende eine Version 17 des fairport-Kodex, der dann noch einmal in allen Bereichen zur Diskussion gestellt wurde, bevor ihn die Geschäftsführung letztendlich verabschiedet hat.

Darin sind unsere Unternehmenswerte zusammengefasst und die entscheidenden Themen (Verantwortung und Integrität, Leistung und Qualität, Umwelt und Ressourcen, Führungsverständnis und Zusammenarbeit, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Vertraulichkeit und Datenschutz sowie Dialog und Gesellschaft) erstmals auf eine Ebene gebracht worden. Um den fairport-Gedanken konkret umzusetzen, arbeiten wir jetzt ein fairport-Programm aus, in dem die einzelnen Nachhaltigkeitsaktivitäten gesammelt, koordiniert, transparent gemacht und in die Unternehmenssteuerung integriert werden. Es ergänzt das bisherige Umweltprogramm und versieht die Unternehmensstrategie mit Nachhaltigkeitszielen.

Ab 2014 werden wir in dann erstmals einem Nachhaltigkeitsbericht für jedermann transparent machen, wo genau wir uns auf dem Weg zum fairport STR befinden. Ich bin zuversichtlich, dass die fairport-Zeichen, dann auf grün stehen werden!





06.06.2013

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