Umzug mit Elefantenhaar und Whiskey

Der Ausstellungsraum des Zolls im Ankunftsbereich des Terminals 3 des Flughafen Stuttgart ist schon seit Jahren einer der Highlights jeder Flughafenführung am Airport. Der Raum zeigt Ausstellungsstücke aus dem Bereich Produktpiraterie sowie artengeschützte Tiere und Pflanzen. Reisende und Besucher sollen so auf bestehende Verbote und Beschränkungen hingewiesen werden, die für Reisemitbringsel gelten. „Präventionsarbeit“ sagt mein Ausbilder beim Zoll.

Mein Name ist Yelda Akcay, und ich mache eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Hauptzollamt Stuttgart. Als Auszubildende beim Zoll kann ich das große Aufgabenspektrum kennenlernen: Jeder Auszubildende schnuppert in alle Bereiche –von den Kontrollen am Flughafen bis hin zur Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Aktuell bin ich bei der Pressestelle des Hauptzollamts Stuttgart und schreibe etwa Pressemitteilungen oder arbeite bei der Planung von Aktionen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Und dazu gehört auch der Ausstellungsraum am Airport.

Der Raum, in dem die Zollausstellung präsentiert wird, stellt uns die Flughafen Stuttgart GmbH kostenlos zur Verfügung. Jetzt gibt es dafür aber einen neuen Mieter, weshalb uns ein neuer Raum angeboten wurde. Wir ziehen also um. Wer schon mal umgezogen ist, weiß: Bei so einem Umzug gibt es eine Menge zu tun.

Der neue Ausstellungsraum befindet sich zwischen den Terminals 1 und 3 auf der Abflugebene und ist etwas größer als der vorherige. Er bietet somit genug Platz, um die Ausstellung zu erweitern und neue Ideen umzusetzen. „Eingelegte“ Kobras in Whiskeyflaschen, präparierte Krokodilschädel oder indianischer Kopfputz aus Arafedern – selbstverständlich ziehen die Highlights mit um. Dabei war dann auch richtig Anpacken angesagt: Der Ausstellungsraum musste komplett leergeräumt werden, und die vielen Plagiate beziehungsweise artgeschützten Tiere mussten erst einmal in Kisten verpackt werden. Da waren dann auch wirklich skurrile und teilweise echt eklige Sachen dabei. Wie beispielsweise eine Handtasche aus einem Waranleder, bei der selbst der Kopf und die Beine des Tiers als „Schmuck“ an der Tasche verwendet wurden. Toll angefühlt hat sich aber zum Beispiel ein Armreif aus Elefantenhaar – die einzelnen Haare sind fast wie Draht. Ihr müsst Euch den neuen Raum mit der Zollausstellung unbedingt mal anschauen. Kommt vorbei und staunt einfach selbst über das ein oder anderen vom Zoll sichergestellte Stück.

Ganz nebenbei habe ich so am Flughafen etwas über die Zollvorschriften bei Reisen gelernt und den Hundeführern bei der Suche nach verbotenen Drogen über die Schulter geschaut. Spannend und vielfältig – wie ich schon sagte. Wer mehr über den Zoll und seine Aufgaben erfahren will und vielleicht sogar an einer Ausbildung interessiert beim Zoll ist, kann sich gerne auf www.zoll.de informieren.




15.11.2016

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