Wohnheim mit Flughafen-Blick

Beim Wort Wohnheim brechen für gewöhnlich nur die wenigsten in Begeisterungsstürme aus. Das Klischee von lauten und schmutzigen Studentenbuden herrscht bei diesem Begriff im Großteil der Köpfe vor. Als mir beim Vorstellungsgespräch für das sechsmonatige Praktikum im Marketing ein Zimmer im Wohnheim der Flughafen Stuttgart GmbH angeboten wurde, zögerte ich nach der Zusage trotzdem nicht lange und nahm das Angebot gerne an.

Bis dato wusste ich nicht, was mich in diesem Wohnheim erwartet und wo es sich genau befindet. Doch schon beim ersten Besichtigungstermin hatte sich für mich das Klischee absolut widerlegt. Der Wohnheimbeauftragte Jürgen Braunagel zeigte mir, was man bei der FSG unter Wohnheim versteht: 20 geräumige Quadratmeter, ein bequemes Bett, ein großer Schrank, ein kleiner Tisch mit 2 Stühlen, ein Kühlschrank und ein separates Bad, das man sich nur mit seinem Zimmernachbarn teilen muss, gehören zum Inventar der Zimmer im FSG-Wohnheim. Zu meinem Zimmer gehörten außerdem einen Schreibtisch und einen Fernseher.

Keine Spur also von Bruchbude, Umzugsstress und stundenlangem Möbel auf- und abbauen. Auch eine vollausgestattete Küche und Waschraum pro Stockwerk steht zur freien Nutzung zur Verfügung. Und eine einzigartige Aussicht aufs Vorfeld, die an so manchen Abenden locker mit dem TV-Programm mithalten konnte, gibt’s noch gratis on top. Ebenso ist Jürgen, die gute Seele des Hauses, bei jedem kleinen „Problemchen“ rund um die Uhr erreichbar oder in seinem Büro im Wohnheim anzutreffen.

Kontakte zu den anderen Praktikanten, die sich ebenfalls für ein Zimmer im Wohnheim entschieden hatten, waren schnell geknüpft und so haben wir beim Fußball vor dem TV die Daumen gedrückt oder zusammen vor dem Wohnheim gegrillt. Langweilig wurde es jedenfalls nie. Durch die gute ÖPNV-Anbindung am Flughafen war es auch kein Problem, den Feierabend mal in der Innenstadt von Stuttgart zu verbringen. Auch Einkaufsmöglichkeiten und diverse Restaurants und Bars finden sich in nächster Nähe zum Wohnheim. Dank der schallisolierten Fenster im Wohnheim blieben die Flugzeuge auf dem Vorfeld angenehme und gern gesehene Nachbarn.

Mein Highlight war der Weg zum Arbeitsplatz, denn da kann man über eine Betriebsstraße eine Runde direkt ums Vorfeld mit dem Fahrrad zum Büro drehen. So erlebte ich zahlreiche Starts und Landungen, wunderschöne Sonnenauf- und untergänge und hoppelnde Feldhasen, die sich in den großflächigen Grünflächen rund ums Vorfeld übrigens pudelwohl fühlen, aus nächster Nähe.

Das Zimmer im FSG-Wohnheim war abschließend für mich die absolut richtige Entscheidung. Nicht nur habe ich mir so zahlreiche Stunden im Stau erspart, sondern auch tolle neue Kontakte geknüpft und viele schöne Erlebnisse aus dieser Zeit mitgenommen.




17.06.2015

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