Bewerbung: der Lebenslauf

Heute möchte ich euch nichts über den formalen Aufbau eines Lebenslaufs erzählen – das bekommt ihr sicher in der Schule ausführlich beigebracht. Hier geht es vielmehr um ein paar Ideen, wie ihr euch mit eurem bisher noch relativ kurzen Leben für uns interessant machen könnt.

Wir interessieren uns sehr für aktive Menschen, die in ihrer Freizeit sehr umtriebig sind. Ihr seid seit vielen Jahren in einem Verein aktiv, ihr seid in der Fußballmannschaft oder dem Volleyballteam vielleicht sogar Kapitän? Oder ihr seid Jugendtrainer, leitet eine Jungschargruppe, helft mit im Zeltlager der Pfadfinder? Ihr seid beim Roten Kreuz oder bei den Maltesern und arbeitet freiwillig im (Jugend-)Rettungsdienst mit? Oder ihr habt einen Job neben der Schule, in dem ihr im Supermarkt Regale auffüllt, Zeitungen oder Prospekte austragt, Nachhilfeunterricht gebt oder Babysitter seid? Und wenn der Onkel, der Nachbar oder der gute Freund der Familie eine kleine Firma hat oder ein besonderes Hobby ausübt und ihr helft oder arbeitet hier immer mal wieder mit, dann gehören genau diese Informationen in euren Lebenslauf!

Vielleicht betätigt ihr euch auch in der Schule, indem ihr bei der Schülerzeitung mit arbeitet oder euch als Klassensprecher, in der SMV oder gar als Schulsprecher engagiert? Oder ihr habt euch als Streitschlichter ausbilden lassen oder seid im Schulsanitätsdienst? Oder ihr habt darüber hinaus interessante Hobbys? Alles dies sagt sehr viel über euch aus. Hieran erkennen wir, ob ihr ein aktiver Teil eures Umfeldes oder doch eher die „Couch-Potato“ seid.

Bitte schaut, dass ihr möglichst für alle Aktivitäten eine Bescheinigung erhaltet. Das macht eure Angaben im Lebenslauf glaubhafter. Was über allem steht, ist Ehrlichkeit. Bitte bleibt unbedingt bei der Wahrheit, den sollten wir im Laufe des Auswahlverfahrens oder auch nach einem möglichen Ausbildungsbeginn herausbekommen, dass ihr die Unwahrheit gesagt habt, ist dies eine denkbar schlechte Grundlage für eine auf gegenseitigem Vertrauen gründenden Zusammenarbeit!

Positiv werten wir auch, wenn sich ein Bewerber neben dem verpflichtenden Schulpraktikum über freiwillige Praktika in den Schulferien über weitere Berufe informiert. Wir erkennen es sehr wohl an, wenn ihr hierfür eure Ferienzeit opfert.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sehr aktive und vielseitig interessierte Bewerber für uns sehr interessant sind, und der hierdurch entstehende positive Eindruck möglicherweise auch die eine oder andere schlechtere Schulnote ausgleichen kann. Doch zu den Schulnoten komme ich in meinem nächsten Blog.




17.08.2016

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