Bewerbung: das Anschreiben

Heute möchte ich die ersten Fragen zum Thema Bewerbungsanschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, beantworten. Hierzu werde ich immer wieder gefragt: „Wie lang sollte ein Bewerbungsschreiben sein?“ Grundsätzlich gilt hierfür die Faustformel: Maximal eine Seite! Aber viel entscheidender ist der Inhalt - und nicht die Länge!

Zu der Frage nach dem Inhalt folgende Anmerkungen: das Anschreiben ist in aller Regel die erste Seite der Bewerbung und damit sehr wichtig. Für den Ausbilder des Unternehmens ist dies der erste Eindruck, den er vom Bewerber erhält. Ist dieser gut, steigt die Neugier und das Interesse an der weiteren Bewerbung.

Auf die formalen Bestandteile will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen, da dies erfahrungsgemäß in der Schule gut vermittelt wird. Wenn nicht, findet ihr viele brauchbare Muster im Internet.

Was wir als Unternehmen nicht schätzen, ist mangelnde Sorgfalt, die sich in Rechtschreibfehlern, schlechten Formulierungen oder fehlenden Satzzeichen äußert. Wenn ihr euch damit nicht auskennt, fragt zum Beispiel euren Deutschlehrer in der Schule, der hilft bestimmt gerne. Wir schließen aus dem Grad der Sorgfalt, wie wichtig euch die Bewerbung ist. Und wir denken, dass ihr euch wahrscheinlich in der Ausbildung dann genauso verhalten werdet.

Inhaltlich gehören nur wenige Informationen auf diese Seite. So möchten wir nicht alle Inhalte des Lebenslaufs an dieser Stelle in ausführlicher Form lesen. Hier geht es um die Motivation für die Ausbildungsstelle und damit um die Beantwortung der Frage nach dem Warum! Also: Warum bewerbt ihr euch für diesen Ausbildungsberuf und warum bei dieser Firma?

Eine nahezu perfekte Antwort gelingt, wenn ihr bspw. in dieser Firma bereits ein Schulpraktikum oder auch ein freiwilliges Praktikum absolviert habt. So könnt ihr über eure gemachten Erfahrungen während des Praktikums berichten: Ihr könnt erzählen, was ihr für Tätigkeiten übernehmen durftet, könnt betonen, dass euch diese Art der Tätigkeit sehr viel Spaß gemacht hat, euch die Atmosphäre unter den Auszubildenden sehr gut gefallen hat und die Ausbilder sich Zeit für euch genommen haben, um bestimmte Abläufe oder anderes zu erklären.
Und wenn es weitere Dinge gab wie beispielsweise technische Einrichtungen, die Ausstattung einer Lehrwerkstatt oder eines Büros oder eine besondere schöne Atmosphäre im Betrieb, dann ist dies genau die Stelle, an der ihr dies zum Ausdruck bringen solltet.

Natürlich kann auch erwähnt werden, dass schon bestimmte Hobbies/Freizeitaktivitäten oder bestimmte Themen in der Schule euer Interesse an diesem Ausbildungsberuf geweckt haben. Mehr brauchen wir an dieser Stelle nicht! Ach ja – und achtet bitte auf eure E-Mail Adresse. Diese sollte am Besten einigermaßen seriös klingen und in irgendeiner Form euren Namen beinhalten und nicht so etwas wie mausi99@... oder kleines_Luder@ … skywalker2000@ ….

Wie man den Lebenslauf gestalten kann und welche zusätzlichen Angaben hier weitere Pluspunkte bringen, berichte ich in meinem nächsten Blog.




05.08.2016

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